Georg Ringsgwandl
AKA: Ringsgwandl Georg, Ringsgwandl
Georg Ringsgwandl ist ein bayerischer Kabarettist, Liedermacher und Arzt. Seine Bühnenauftritte waren insbesondere in den 1980er Jahren durch ein betont schrilles äußeres Erscheinungsbild gekennzeichnet. Ringsgwandls Musik kombiniert Elemente traditioneller bayerischer Volksmusik, wie etwa die Moritat über den Räuber Kneißl, mit Punkeinflüssen und Rockmusik, und verbindet diese mit skurrilem Humor und hintersinnigen Texten.
Von 1968 bis 1975 studierte Ringsgwandl Medizin und schloss das Studium mit der Promotion zum Dr. med. ab. 1976 zog er um nach München, übernahm Praxisvertretungen und lernte den bayerischen Bluesmusiker Willy Michl kennen, der ihn gelegentlich bei seinen Konzerten auftreten und einige Lieder spielen ließ. Während seiner Zeit als Assistenzarzt im Münchner Klinikum Großhadern tingelte Ringsgwandl mit dem ersten eigenen Programm “Gurkenkönigs Hausfrauenshow” auf Kleinkunstbühnen.
Ab 1984 arbeitete er als Oberarzt der Kardiologie am Klinikum Garmisch-Partenkirchen und trat nebenbei als Musiker auf. 1986 entstand seine erste LP “Das Letzte”. Mit der Verleihung des Salzburger Stiers 1987 und des Deutschen Kleinkunstpreises 1988 ergaben sich neue Auftrittsmöglichkeiten. 1993 gab er den Arztberuf komplett auf und ist seitdem ausschließlich künstlerisch tätig.
Ringsgwandls künstlerisches Schaffen wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Bayerischen Kabarettpreis. Das Album “Gache Wurzn” wurde 2001 mit dem Preis der deutschen Schallplattenkritik in der Sparte Chansons, Songs, Liedermacher bedacht, der Song “Garten-Nazi” nahm von April bis Juli 2001 Rang 1 der monatlich ermittelten Liederbestenliste des SWR ein.