Leb Wohl

By Zate

On #Zatearmy EP

Released on June 16, 2017

41K Views

Thumbnail

[Songtext zu „Leb Wohl“ ft. Jack Center]


[Intro]

„Hey Nick, ich hab' versucht, dich zu erreichen, aber dein Handy ist aus, deswegen spreche ich dir auf die Mailbox. Ich hoffe, du verstehst es, aber ich kann nicht mehr. Ich kann das alles nicht mehr und wir können das nicht mehr. Ich, ich weiß, ich hab' gesagt, dass wir alles schaffen können, aber anscheinend hab' ich mich getäuscht. Ehm, das hat mich einfach alles kaputt gemacht und ich denk', ich muss jetzt meinem Weg gehen und du deinen. Ich denke, das ist einfach das Richtige für mich, für uns. Es tut mir ehrlich leid!

Es liegt nicht an dir oder an mir oder an irgendeinem von uns. Es liegt einfach an allem anderen. Du bist der perfekte Mann, aber eben nicht für mich. Ich glaube, ich werde eine Weile brauchen, um das Ganze zu verarbeiten, aber du denk' ich auch. Ich kann wirklich nicht mehr, hörst du? Ich kann nicht mehr! Ich hab's versucht und versucht, aber es geht nicht. Es tut mir so schrecklich leid! Ich hoffe, du verstehst mich.“


[Part: Zate]

Ich hab' dir ein'n letzten Brief geschrieben

Ein letztes Mal zähl' ich die Scherben unsrer Liebe

Ein letztes Mal, bitte warte noch

So viele Fragen, wo ich mich fragte, wann die Frage kommt

Ich halt' mir den Spiegel vors Gesicht

Weil ich weiß, du siehst nur mich, obwohl es mich gar nicht mehr gibt

Du sagst: „Bleib!“, doch ich kann nicht weiter durchhalten

Denn ich glaub,' ich bin hier nur auf Durchreise

Also sieh mich nicht so an

Wie an den Tagen, wo ich mich fragte, ob du Gedanken lesen kannst

Wir spiel'n Kopf gegen Herz, als ob wir beide nichts verlier'n

Doch hab'n uns beide längst verlor'n, ohne zu merken, wer verliert

Und all die Tränen sind jetzt Dauerregen

Bitte schreib mir noch einmal „Lass uns draußen reden!“, um nicht aufzugeben

Bitte schreib mir noch einmal, dass du mich brauchst

Weil du weißt, ich hab' 'ne Brücke vor meinem Haus, um zu spring'n

Doch du brauchst mich nicht

Und ich brauch' dich nicht, lügte ich im Augenblick

Keiner sah den Untergang, nur dass es zu früh ist

Und wenn ich sage, „Ich fühl' nichts“, glaub mir, dann lüg' ich

Also nimm mir ruhig mein Herz

So viele Wunden, wie es trägt und lebt, schlägt es eh nicht mehr

Ich hab meine Heimat verlor'n

Und mein Herz fühlt sich sonst nirgendwo willkomm'n, also leb' ich nicht

Mein Bett wurde zum Grabstein der Liebe

Denn ich fühl' mich tot, wenn ich nachts alleine darin liege

Wir hab'n den Schmerz nicht verdient

Aber schicken unser Herz unbewaffnet in den Krieg

Bitte sag, woran das liegt … denn ich versteh' dich nicht

Woran soll ich glauben, wenn die Ewigkeit nicht ewig ist?

Ich will mit Alkohol das Zittern lähm'n

Doch kann die Angst vor mei'm Tod auf dein'n Lippen lesen

Und jetzt sag, wie stoppt man Gedanken?

Und wie schnell bist du hier, wenn du merkst, dass es anfängt?

Wie schnell kannst du schalten, wenn es knallt?

Und wie schnell ist's vorbei, wirklich vorbei? Hm?

So viele Trugschlüsse

Weiß nicht, was ich fühl', also sag, wie konntest du's wissen?

Ich hab' nie dein Herz oder die Zukunft geseh'n

Denn außer Liebe haben wir alles auf die Goldwaage gelegt

Und jetzt hass mich ruhig! Doch ich hass' dich nicht

Kein Wort dieser Welt wiegt so schwer, dass es Lasten sind

Kein Wort dieser Welt könnte richten, was zerbricht

Denn außer „wir“ war alles immer „du“ oder „ich“

Wir war'n kein Dreamteam

War'n nur ein Paar, was ein paarmal zu viel fiel

Hab' nie gehofft, dass du gehst

Aber sind wir beide ehrlich, war's zu spät, um was zu dreh'n

Also sag, wie soll ich das aushalten?

Meine Pulsadern brenn'n, ich will sie aufschneiden

Du sagst: „Bleib und vertrau mir noch ein letztes Mal!

Nur ein letztes Mal, bitte, bitte bleib am Ball!

Bitte bleib bei mir, ich brauch' dich!

Und bitte leg nicht auf!“, denn du hast zu doll Angst, dass es dann aus ist

Du möchtest nicht sehen, wie es mir geht

Ich könnte schreiben, was ich will, doch nichts hilft

Ich hab' diese Welt so verflucht

Denn jeder kann die Scherben meiner Seele jetzt hier lesen wie ein Buch

Und ich steh' hier und schrei', „Ich brauch' dich“

Ich könnte schrei'n, „Bitte glaub an mich und gib mir diesen Augenblick!“

Ich brauch' Zeit, ich will abschalten

Denn all der Krieg hat mich kaputtgemacht und ich will nicht mehr wach bleiben

Also sag mir nicht nochmal, ich wäre hart im Nehm'n

Und weck mich nicht mehr auf, wenn ich schlafen gehe

Lass mich in Frieden ruh'n

Nur dieser eine Wunsch und er hat nichts mit dir zu tun

Ich bin so müde geworden

Fühl' mich schwach, allein und ertrink' in den Sorgen

Ich brauch' keine Schafe zähl'n

Ich bin müde, ich werde jetzt schlafen geh'n

Deswegen wünsche ich dir 'ne gute Nacht

Und ich liebe dich, mein Schatz!