Released on September 25, 2000

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[Songtext zu „Morgen“]


[Intro: [?]]

Das ist kein Traum, kein Traum

Wir benutzen das elektrische System Ihres Gehirns als Empfänger

Wir sind nicht in der Lage durch Neurointerferenzen des Bewußtseins zu senden

Sie empfangen diese Übertragung wie einen Traum

Wir senden aus dem Jahr -


[Strophe I:]

Ich hab die Zukunft gesehen, ich konnte nichts genau erkennen

Alles verschwommen vor lauter Tränen

Nichts ist wahr was nicht vorher auch ne Lüge war

S'gleiche Scheiß Drehbuch, was sich ändert ist die Kamera

Wir haben nichts aufgebaut haben nichts zerstört

Haben nichts verloren weil uns auch nichts gehört

Sind nur ein winziges Zahnrad in der Maschinerie

Ne Speiche in nem Fahrrad aber das kapiern wa nie

Worum die Welt sich dreht werden wir nie verstehen

Wohin die Reise geht? Zu spät ihr werdet' sehen

Auf der Suche nach uns selbst Wettlauf mit der Zeit

Ein weiterer Tag in Unentschlossenheit

Ich dachte immer ein Blick nach vorn würd sich lohnen

Als ich die Zukunft sah verlor ich meine Religion

Ich sah die Welt nicht mehr, Verstand die Welt nicht mehr

Altes fehlt mir sehr, altes zählt nicht mehr

Die einen halten sich fest das alles bleibt wie es ist

Andere warten auf Veränderung s' ist der gleiche Mist

Die gleichen Imperien die gleichen Rebellen

Nur ihre Positionen schwanken wie Werte auf Tabellen

Die selbe Welt die selben Fragen

Die selben Probleme die selben Klagen, was soll ich sagen

Jeder bleibt in seinem Eck, verdeckt, verdammt

Verstand versteckt und wir warten bis der Geist verreckt


[Refrain: Torch]

Morgen sieht die Welt schon anders aus

Das hält uns am Leben denn sonst hält man das nicht aus

Doch was ist wenn dies alles gar nicht stimmt

Die Welt läuft nach Plan und alle Träume wären vorbestimmt

Morgen sieht die Welt schon anders aus

Das hält uns am Leben denn sonst hält man das nicht aus

Doch was ist wenn dies alles gar nicht stimmt

Nichts wär geplant und Träume waren nur was sie sind


[Strophe II: Torch]

Unwissenheit die Basis von Philosophie

So viel geschieht ganz ohne das Wissen wie

So ist die 3 in der 1 schon drin

Logik des Lebens aber meins macht keinen Sinn

2000 davor 600 danach 's gab nie die Stunde null

Aber darüber denkt wohl niemand nach

Schwer zu erkennen, welchen Sinn hat der Wahn

Die Bibel nur 'n Buch

Illuminatus nur 'n Roman

Graffiti nur Kunst und Rap nur Musik und doch der

Einzige Grund warum ich manchmal dieses Leben lieb

Sind nur Figuren in einem Traum und wenn ER

Einmal aufwacht existieren wir nicht mehr

Berge fließen wie Wasser im Zeitraffer gesehen

Selbst ich als Verfasser kann's nicht fassen, keiner rafft das Geschehen

Pharaonen die auf Thronen sitzen, Leibeigene die im Frondienst schwitzen

Bauen mit Hacken und Spitzen, Pyramiden mit goldenen Spitzen

Um dem Göttlichen näher zu sein, was wird morgen sein?

[Outro: [?] & [?]]

Sprechen wir von unseren Überzeugungen und was wir darüber lernen können

Wir glauben, die Natur sei stabil und die Zeit konstant

Materie hat eine Substanz und die Zeit eine Richtung

Es liegt Wahrheit im Fleisch und in der Erde

Der Wind mag unsichtbar sein aber trotzdem ist er real

Genauso wie Rauch, Feuer, Wasser oder Licht

Auch wenn diese Dinge nicht greifbar sind wie Stahl oder Stein

Die meisten denken wenn sie sich die Zeit vorstellen an einem Pfeil

Weil an jeder Uhr einer ist

Eine Sekunde ist eine Sekunde für jeden Menschen

Ursache geht der Wirkung voraus

Obst verfault, Wasser fließt nach unten

Wir werden geboren, wir altern, wir sterben es ist nie umgekehrt

Nichts von dem ist wahr!

Verabschiedet euch von der klassischen Realität

Weil unsere alte Logik zusammenbrich-brich-brich-brich-brich-bricht

(You know what?)