Der flammende Ring

By Torch

On Blauer Samt

Released on September 25, 2000

Thumbnail

[Songtext zu „Der flammende Ring“]

Minnesang immer schon war eine redlich Kunst

Mir dünkt nun zu erlangen den höchsten Rang dieser Göttlich Gunst

König Torchmann leistet hiermit feierlich seinen Schwur

Dass ihm nichts so heilig sei wie das Mikrofon Exkalibur

Die Worte klüglich zu stellen so sei auf ewig mein Geheiss

Und wer einst ward eingeweiht, verlässt nimmermehr den Kreis

Der flammende Ring eine Allianz von den Tannen der Normannen bis an den Hof von Byzanz

Wir verteidigen Glaube und Recht gegen den Herzog der mit einem Heerzug, her zog

Das Volk der Alphabeten belog und betrog

In Kerkers Gräbersnacht ich die Fackel entfacht

Entbrannt von Anmut erfüllt reit ich nun durchs gelobte Land

In einem Gewand ganz aus Blauem Samt gewiss

Am feurigen Glanze habe er den Fackelmann sogleich erkannt

Ich reit hoch zu Ross mit dem Pferde geschützt durch Panzer und Helm

Über Aue und Erde hinfort mit dir du Schelm

Zieh von dannen mit all deinen Mannen sogleich

Sonst treffe dich meine Prophezeiung hart wie ein Donnerstreich

Hinfort mit dir ich künde dir des Wortes Gewalt

Im Text-Turnier wurde keiner meiner Gegner alt

Nun, ihr mordet gern mit dem Morgenstern doch wolltet ihr weiter leben

So solltet ihr den Kampf mit dem Worte lernen

Aus Camelot kam Lord Lancelot er war zwar mit der Lanze flott doch

Meine Rede Kunst schaffte seiner einer auf's Schaffot

Und solltet ihr etwa heissen Prinz Eisenherz und waget ihr nur einen leisen stillen Scherz

Werdet ihr reisen himmelwärts begleitet von heissem schrillen Schmerz

Ein lebenswürdig Wohlgefühl mein Busen spricht

Derweil Schmiedes Kunst kühl euer Fleische sticht

Mit klirrenden Zähnen die Zunge feil, wie dem Schwerte gleich geführt

Dem Gegner frech Arm und Bein sowie Charme und Reim entführt

Ja, nun führ ich die Fackel gen eures gleichen Vasallen

Rivalen euch bleibet blutige Schlacht zu bestehen voller Schrecken und Qualen

Ha, ihr zeiget welch kecken Mut und für einen Recken tut ihr fürwahr mich nun necken Gut

Doch habet euch dankbar den zeitigen Tod ich euch geb zu Geschenk

Frohlocken ergreifet mich wenn ich an euer Leid denk

Lauschet nur dem lustig Lanzenlaut äh, ihr erlaubt

Dass ich meine Streitaxt an mich nehme da sie schaut gar hässlich aus eurem Haupt

Doch oh, Schreck ihr beflecket mein Hemd und Wappen

Ich verschwende euer Leben in üppigen Brocken und Happen

Denn so will es das Gesetz dem wir alle unterliegen

Auf Tag folgt Nacht und auf Leben der Tod denn so steht es geschrieben