"Für mich ist das Ganze ein ziemlicher Tiefschlag

Ich bin sehr deprimiert. Jetzt frisst die Konsumgesellschaft uns alle."

"Ich versteh sehr genau, was du meinst, aber

Es wird ein paar wenige geben, die übrig bleiben

Meinst du nicht ?"

"Ich weiß nicht. ich weiß nicht, ob mich das jetzt noch interessiert

Mich macht es krank zu sehen, wie diese Einheitsmenschen sich hier breitmachen

Mir ist jetzt erst schlagartig die deprimierende Wahrheit bewusst geworden

Dass die für Mon Cheri Pralinen kämpfen

Diese Menschen haben doch jede Achtung und Selbstachtung verloren

Die Wahrheit, die Wahrheit, die Wahrheit ist

Dass hier die Verunstaltung zum Gebet wird."


[Strophe I: Phase von Team Avantgarde]

Leben bedeutet doch Wege trennen sich, immer Schmerzen zu ertragen

Und nicht jedem Bastard hinterherzulaufen ohne Ehre zu haben

Dann seh ich in eure traurigen und leeren Visagen

Und wie sie den verdammten ??? hinterherjagen

Man Scheine lassen die Maden hinter deinem Rücken reden

Es ist wie Vokalmatador sagt "unter Geiern leben"

Vollgestopft in einem riesigen Käfig

Mach ich den Fernseher an, wirkt vieles so eklig

All die Porno-Huren und Koks-Visagen

Man bitte seht sie an! Wie wenig Stolz sie haben

Wie sie all dem Geld und Gold hinterherjagen

Ihre Ideale nehmen und dann einfach begraben

Ihre Augen sind leer, doch es glänzen Dollarzeichen

Ich weiß, viele von den Opfern gehen auch über Leichen

Und halten Liebe für veraltete Zeiten

Die heute niemand mehr brauch, wie kleine Läden und Eckkneipen

Doch viele von denen sind euch überlegen

Liebe, Freundschaft und mal ein' ausgeben

Wenn Werder oder Hertha gewinnt, wenn Bayern oder Schalke verliert

Wenn der Raum kocht und endlos vibriert

Wenn man Liebe oder Freundschaft zelebriert

Und was sollen eure Kinder bitte von euch halten?

Ach, ihr wollt ja keine Kinder, ihr wollt ja nur Scheine verwalten

Doch Scheine sind nur Luft, Schall und Rauch

Wie ein Döner in den Magen-Darm-Trakt und raus

Man Scheine sind wie Kacke, man sollte sie weghauen

Und wenn sie weg sind, nicht traurig hinterherschauen

Es heißt "Arrivederci, ab in die Nacktbar!"

Die Schönste kriegt die Scheine, hier hast du den Zaster!


[Refrain: Justus]

Scheine, große Scheine (Oh, die Scheine!)

Ohne Scheine bin ich Schein-tot

Scheine, tote Scheine (Todesscheine)

So'ne Scheiße, das ist mein Los

Scheine, Todesscheine (So'ne Scheiße!)

Flux und Reime, das ist mein Brot

Scheine, Oh, die Scheine

Große Scheine, Todesscheine

Ohne Scheine scheintot


[Strophe II: Gris]

Soso, du bist also scharf auf Kohle

Ein Leben wie im Video, anscheinend ist das Mode

Fast jeder Mensch dieser Welt läuft diesem Geld

Hinterher, bis ers hat oder fällt

Alle wollen sofort Kohle, doch sind faul und ungenügt

"Get rich or die trying", sagte mal ein dummer Typ

Auch ich erwisch mich manchmal, wie ich darüber nachdenk'

Und mich das Geld von Wichtigerem ablenkt

Klar, brauchst du was, um zu leben

Dafür lohnt es sich auch arbeiten zu gehen

Doch Vorsicht! Das Zeug ist wie Drogen

Es macht süchtig, dafür wird beschissen und gelogen

Für die Scheinchen, die du kriegst, musst du auch viel geben

Deine Zeit, Familie, Freunde links zur Seite legen

Es ist ein Abwiegen, wieviel du davon brauchst

Denn es gibt weitaus mehr als deinen Wagen, Handy, Haus

Vielleicht reicht ein bisschen weniger und du bist zufrieden

Mit Kumpels, Frau und Kindern, Gesundheit, Glück und Liebe

Oder du rennst dem Schotter hinterher

Geld wird immer mächtiger und die Opfer immer mehr


[Refrain]


[Strophe III: Amewu]

Ein Schein kann halt nur scheinheilig sein

Also bete ihn nie an oder sein Schein reißt dich rein

In eine Welt, in der du nur das Wert bist, was du materiell besitzt

Für manchen mag das schön sein, doch für mich ist diese Welt ein Witz!

Ja, Geld hat Macht und Propagandaapperate

Macht den einen zum König und den anderen zur Kakerlake

Doch was ist es wert? Diese ganze Maskerade

Wenn ich andere bescheiße, dafür ihren Hass ertrage

Manche ahnen es, andere planen's nicht

Ich seh' die Zeichen an den Leichen und sie warnen mich

Scheine wollen an mein Herz ran und sie tarnen sich

Doch die Liebe, die ich kriege, sorgt für klare Sicht

Ich habe sie geschaffen, sie sind mein Wergzeug

Doch es ist schwer, alles zu ändern, wenns verkehrt läuft

Wenn sich das Leid durch meine Scheine immer mehr häuft

Und man geblendet sich selbst über ihren Wert täuscht

Komm lass uns ehrlich sein! Das hilft uns rauszufinden

Ich will mich nicht mehr an meinen Wagen und mein Haus so binden

An die Wahrheit dieser Menschen, die durch Kaufen blind sind

Und an die Scheine, die doch letztenendes auch verschwinden

Keiner ist Schuld daran, wir haben alle angefangen

Doch wer von uns hat soviel Kraft, dass er was Neues pflanzen kann?

Ich will nur frei sein, ich will nur glücklich werden

Anstatt an Geld geklammert traurig und verrückt zu sterben


[Refrain]