Hinterm Horizont

By Shiml

On Hinterm Horizont

Released on February 24, 2006

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[Part 1]

Die Nacht fängt an, ich schlaf nicht lang

Steh auf, zieh meine Sachen an, geh raus und das wars dann

Über 20 Männer treffen sich zu später Stunde

In dieser Dunkelheit sticht mir ins Auge jeder Funke

Und sie setzen sich schweigend zusammen

Reden ein paar Worte gehn dann im Gleichschritt von Dannen und

Jeder Eizelne von ihnen wird vom Frust gequält

Ein Druck ensteht und pumpt auf die Seele

Ein, zwei Basies, Gaspatronen am Unterleib

Zwanzig schwarze Masken für das Batallion der Dunkelheit

Das gleiche Medallion die selben Gesichtszüge

Kälte umgibt mich und lässt mich nichts spüren

Ein Licht fällt auf mich und man sieht nur mein Kinn

Kapuzen verdecken mein Gesicht und die Wut dadrin

Maschiert meine Freunde und lasst alles raus

Schaltet alles aus, gebt der Welt den Gnadenstoß


[Hook 2x]

Und hinterm Horizont wartet die Sonne auf ihre Stunde

Strahlt auf meine Haut und reisst eine tiefe Wunde

Niemand ist da du brauchst nix mehr zu sagen

Lass mich fallen in ein Meer aus Flammen


[Part 2]

Eine Laterne wirft gelbes Licht auf den Gehsteig

Der koksweiße Mond am Himmel zwingt mich zum Stehnbleiben

Schwarze Schatten bewegen sich um die Baumkronen

Bewegen sich hin und her als würden sie ausholen

Der Wind heult wie ein Kind am Grabe

Helles Feuer brennt in mir an kalten Wintertagen

Kälte umgibt mich in der Abenddämmerung

Der Regen schiesst mir um die Ohren doch mein Herz hat Ladehemmung

Da liegt der Entensee, wie eine braune Platte

Ratten schießen aus dem Wasser, wie ne Kugel aus der Waffe

Es ist halb drei und mir wird kalt

Weil der Wind sich gedreht hat und ich werd weiß wie Kalkstein

Meine Augen fallen zu und ich schlafe ein

Falle mit dem Rücken zuerst direkt in mein grab hinein


[Hook 2x]

Und hinterm Horizont wartet die Sonne auf ihre Stunde

Strahlt auf meine Haut und reisst eine tiefe Wunde

Niemand ist da du brauchst nix mehr zu sagen

Lass mich fallen in ein Meer aus Flammen


[Part 3]

Die Zeit hört auf zu ticken, die Welt hört auf zu atmen

Das Nikotin frisst sich durch mein Bauch wie Maden

Doch ich lebe noch, mein Schädel kocht

Zwichen Mauern und Asphalt in Bremen-Ost

Und ich fühl mich, als wär die ganze Welt an diesem Ort

Pump weiter den Beat ins Ohr von 3 Uhr nachts bis 7 Uhr

Ich pack mein Rucksack und pack den Block hinein

Mach mich auf den Weg zur Arbeit, stehe fest und klotze rein

Die Welt kippt um und jeder Ton

Wirkt auf mein Gehörgang, doch ich halt den Pegel unten

Schliesse das Buch, schliesse den Tag

Und die Sonne hinter dem Horizont wiegt mich in den Schlaf


[Hook 4x]

Und hinterm Horizont wartet die Sonne auf ihre Stunde

Strahlt auf meine Haut und reisst eine tiefe Wunde

Niemand ist da du brauchst nix mehr zu sagen

Lass mich fallen in ein Meer aus Flammen