Released on September 16, 2013

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Ich sitz' am Tisch und weiß genau morgen ist Ende

Viel zu müde, viel zu durch, viel zu weit draußen im Gelände

Als ich losging heute früh hätt' ich mit sowas nich' gerechnet

Doch hier draußen ist es scheiße kalt und labyrintisch - echt jetzt

Selbstreflexion - schön und gut, ich halt' nicht viel davon

Ich mach' mich frei von all dem Dreck ist heute schon mein vierter Song

Inspiration hat nichts damit zu tun klein beizugeben

Und aus Eitelkeit sich künstliche Gefühle einzureden

Vielleicht noch ne Line zu legen, Kopf zu rauchen oder so

Ich kenn' doch alles, seitdem ich mit 14 in die Ohnmacht floh

Zuerst kostet es Kraft sich abzukapseln und sich einzugrenzen

Und danach kostet es Kraft sich wieder freizukämpfen

Und nur denen die Zeit zu schenken, die es auch verdient haben

Menschen oder unbelebten Dingen, echter Tiefgang

Ist abseits von großen Worten und allem was Euch krass erscheint

Ist eher so'n Feeling von gedankenloser Achtsamkeit

Und Rap ist Knastarbeit, es sei denn man hat gute Beats

Und hat eigentlich nichts zu sagen, so wie ich, bis du mich bluten siehst

Für drei Minuten fließt der Track durch deinen Körper

Und er transformiert das Hirn bis ich vergesse welche Wörter ich nicht mag

Kann nicht sein, ich hab' den Text doch längst recorded

Kennst'e das Gefühl etwas läuft schief? Wenn ja, nimm' mich zum Vorbild

Und dann hast'e dazu wenigstens nachträglich die Berechtigung

Denn denken ist wie rappen bloß 'ne sinnlose Beschäftigung

Und jeder schlaue Mensch findet doch immer einen Weg

Sich selber hinter's Licht zu führen und dem, der hinter einem steht

Und es ist leicht in all den Lügen noch Ästhetik zu erkennen

Und vielleicht Authenzität, wozu noch beten oder flennen?

Man kann die Sickness vor sich hertragen wie Schatten auf den Augen

Und verunsicherte Frauen steh'n auf sowas, kannst'e glauben

Aber irgendwann fuckt alles nur noch ab

Das ist dann der Moment wo du erwachsen wirst oder es packst

Oder es packst

Oder es packst

Oder verkackst