Aussatz

By Rask

On Headcrash

Released on January 1, 2003

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Aussatz


[Vers 1]

Mein Alltag in zu glaubenden Sätzen in tausend Facetten

Mehr als saufen, verrecken und falsche Frauen abschleppen

Hieß damals in Pausen verstecken, meinen Traum zu vergessen

Gelähmt durch Haufen von Schnecken, die meinen Glauben verletzten

Dumm schwätzten, Visionen mit ‘nem Raunen zerquetschten

Sie träumten von großen Palästen, es kam zum outen der Besten

Es ging um Bäuche mästen und rauchen, verpesten

All das während sie jeden weisen Baum in Brand setzten

Ich wollte schreien, als sie meine Seele durch Laugen verätzten

Und auch noch entehrten, so blickte ich tief ins Auge der Schmerzen

Höllische Dämonen die Gifte mit dem Gaumen abschmeckten

Und meinen Belastungsgrad präzise per Daumen abschätzten

Es heißt die Eifrigsten sterben, wie Trapper auf heißesten Fährten

Kompensierte Frust in verpeiltesten Versen

Wahl von dreistesten Scherzen zur Zerstörung von eigenen Werken

Quält mich wie Moralverfall dank verbleichenden Werten

Schergen übernehmen arme Gebärden von reichen Gelehrten

Und belächeln harte Gebrechen von steifen Gefährten

Schrieb am verwerflichsten im Schein von leuchtenden Kerzen

Als verlorener Held im Zwiegespräch mit heulendem Herzen


[Refrain]

Von Aussatz befallen, trotz höchstem Einsatz

Zu viele Menschen, die lallen ,bis mein Kopf vor größter Pein platzt

Rien ne va plus, nichts geht mehr, das Spiel verloren

Durfte die Welt erleben, doch hatte nicht viel davon

(2x)


[Vers 2]

Denn ich habe...

In kurzer Lebenszeit eigentlich schon recht viel gesehen

Doch leider verloren in Ewigkeit abseits vom Spielgeschehen

Betrachtete in langen Zeiten meist nur die Schattenseiten

Nichts glatt zu streichen, da sich im Alltag bloß Falten zeigten

Mein Gesicht erschrak, bedroht durch heißes Licht am Tag

Floh in die Nacht, vor jedem doppelten Schicksalsschlag

Es gab so viel zu tun, wenn ich bloß Zugang gehabt hätte

Doch wenn ich’s bloß einmal in diesem Zustand gewagt hätte

Wäre all die Hoffnung vergebens und umsonst gewesen

Also erfreu ich mich meines Lebens, ich darf’s umsonst erleben

Viel Laberei füllte den Kopf mit Schmerz hoch zwei

Gestörtes Gedankenspiel riss schon oft mein Herz entzwei

War stets der Arsch am Rand der Gesellschaft – der Außenseiter

Manche blieben stehen für’n Moment und laufen weiter

Heißes Wachs floss in meine Hand aus träufelnden Kerzen

Verbrannte den Lebensmut – ich trug den Teufel im Herzen


[Cuts]

Madness amongst me

[Refrain] (2x)


[Vers 3]

Was wäre Alltag, wenn nur Wahrheiten in Zeitungen ständen

Habe keine Zeit zu verschwenden, Gedanken gleiten zu Stränden

Wozu Liebe verschenken, wenn hinter sich teilenden Wänden

Geschrieben steht, dass Menschen in falschen Gleichungen denken

Selbst schwere Beleidigungen erschienen zu leicht um zu kränken

Ich versuchte noch das Ego zu bremsen, doch

Mein Kopf ließ sich unter falschem Einfluss nicht lenken

Zum berechnen - mein Leben kann heut Nacht exakt ein Schuss beenden

Hoffte auf die Wirkung des Auflegens von heilenden Händen

Doch Schmerz überzog mein Herz mit eisigen Bränden

Kein Platz bestand für’n melancholischen Einzelgänger

Hoffnung verschwand, dachte mir schon ich bleib nicht länger

Blickte auf Brücken am Horizont, doch sah nur ein Geländer

Tausend Blender agierten gestört wie Leichenschänder

Spuckte böses Blut auf Papier, doch fand keinen Empfänger

Schluckte Wut resigniert, erschien verhüllt in Leinengewänder

Als schuldloser Sünder, tat ich Buße, statt Gutes zu tun

Missstände wurden nicht durch einmal pusten zu Blumen

Todeshauch stieg empor aus feurigen Kerzen

Ein reiner Geist zerschellte an den heutigen Werten


[Break]


[Cuts]

Madness amongst me

[Refrain] (1x)


[Cuts]

Madness amongst me, I frequently have to get thugly