Staub

By Pyrin

On 60

Released on February 17, 2012

Thumbnail

[Part 1:]

Ich saß breit in meinem weißen Zimmer

Fragte mich wieso sich nichts verändert, scheinheilig und leise wimmernd

Suchte irgendwo da draußen nach einem Weg wieder zu grinsen

Wieso draußen? Manchmal ist es wohl bequemer nichts zu finden

Weg von diesem liederlich gepflügten Boden

Lebenswege machen keinen Spaß neben Spießbürgern und Schülerlotsen

Zwischen Dogmatikern und zwielichtigen Mythologen

Heiße Luft verändert das Klima in den Psychotropen

Die Tür zur Freiheit steht im Rahmen meines Geistes

Doch ich suchte den Schlüssel in den Annalen einer Scheinwelt

Sah keine Schönheit, fragte mich wieso die Welt so hässlich bleibt

Selbstmitleid ist wohl die schlimmste Form der Selbstgerechtigkeit

Ich will nicht heulen, nicht schrei'n

Nichts bedeuten, nichts beweisen, sondern sein

Um zu sein mit aller Freude, allem Leid

Farben riechen, Farben schmecken, mich verlieren im Impuls

Egal was kommt, ich gebe nie wieder Justizia die Schuld

Mein Leben liegt in meiner Hand, nicht in der Außenwelt

Ich lass' es frei fliegen, bevor es zu Staub zerfällt

Sie sagen: Lebe den Moment

Sagen: Leb' unter den Lebenden

Sagen kann das Jeder, leben nur die Wenigsten

Egos bleiben hungrig, wollen haufenweise Gold

Keine Läuterung, jeder Mensch braucht seinen Stolz und verkauft seinen Stolz

Man sollte sein Herz nicht allzu leichtfertig verschenken, weil die meisten es nur ausleihen woll'n

Glaub' was du willst, die Welt ist ein fantastisches Geschenk

Und sie ist nicht gut oder böse, sie ist das, was du denkst

Einsamkeit scheint unerträglich, macht den Lebenssinn zum Witz

Alles ist Nichts, Leere ist Fülle, denn sie dreht sich um dein Ich


[Hook:]

Dein Ich, dein Ich, dein Ich

Dein All und dein Licht

Dein Ich, dein Ich, dein Ich

Dein Alles, dein Nichts

Dein Ich, dein Ich, dein Ich

Dein albernes Ich

Alles, was davon übrig bleibt, ist die Grabinschrift


[Part 2:]

Wir sind Staub

Schlage mit den Flügeln und entleer' mich

Der letzte Tropfen Wasser wird im Wüstensand beerdigt

Sie schauen von oben herab zu mir hinauf

Und lügen gerne ehrlich und sie fühlen sich unsterblich

Doch vergessen:

Wir sind alle nur Staub

Ich stieg' hinab in die Höhle des Drachen

Kämpfte mit einem Luftschwert gegen tödliche Attrappen; blöde Sache

Der Mensch ist seiner Größe nicht gewachsen

Doch ich steige wie der Phönix aus der Asche und zerfalle zu Staub

Mit Wut und Äxten gegen das System

Wer weiß, was der Berg bedeutet, wenn er den Propheten überlebt

Um zu zerfallen, schaff' ich Raum für die Zeit

Was du glaubst, was du weißt ist am Ende des Tages nur Staub

Zurück zu allem, die Heimkehr ins Nichts


[Hook:]

Dein Ich, dein Ich, dein Ich

Dein Leiden, dein Licht

Dein Ich, dein Ich, dein Ich

Dein einsames Ich

Es verbleicht und zerbricht

Und macht Leid oder Glück zu Staub


[Bridge:]

Du lebst in deiner inneren Katakombe

Greif' nach den Sternen, verbrenn' dir nicht die Finger an der Sonne

Wie schlimm kann es kommen? Zeichne dir dein eigenes Bild

Ein zufriedener Geist, ist ein Geist, der nicht will


[Hook:]

Dein Ich, dein Ich, dein Ich

Dein All und dein Licht

Dein Ich, dein Ich, dein Ich

Dein Alles, dein Nichts

Dein Ich, dein Ich, dein Ich

Dein armes Ich

Alles, was davon übrig bleibt, ist die Grabinschrift