2017

By Pure46

Released on July 30, 2021

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[Songtext zu „2017“ von Pure46]


[Verse 1]

Ich habe schon zu viel verlor'n, meine Großeltern, meinen Stiefdad

Meinen besten Freund von damals, immer wenn ich sie brauchte, war'n sie weg

Ja, die Kraft zu laufen schwindet, meine Gesundheit liegt in Scherben

Dennoch hab' ich nie angefangen mich nur ein bisschen zu beschweren

Medikamente fressen meine Haut von innen auf

Alles brennt und juckt, nein, ich denk' mir keine Geschichte aus

Mit 11 Jahren nervenkrank, mit 24 sitz' ich hier

Arbeitslos, denn keiner will in kranke Menschen investieren

Gliedmaßen krampfen, die Beine zittern und schmerzen

Für die meisten, die meinen, dass meine Leiden nicht so schwer sind

Krankenkassen, Gesundheitsämter, selbst die Lehrer von damals

Zur Schule gehen, wenn man nicht schlafen kann, war für mich nicht tragbar

Gibt es Karma? Ich denk' nicht (Ich denk' nicht)

Manche Menschen bringen Menschen um und führen danach ein glückliches Leben

Es ist hart so wie es ist (wie es ist)

Daran wird sich nie was ändern, außer wir fangen an auf uns Rücksicht zu nehmen (zu nehmen)


[Verse 2]

Wenn es nicht klappt, kann ich sagen: "Ich hab's versucht. Ich hab' mich stolz gemacht"

Kann sagen: "Ich habe nicht ganz so erfolglos den Erfolg verpasst"

Wovon träum' ich nachts? Nicht von den Zahlen

Nicht von dem Geld, nicht von den Kommentaren und auch nicht von mir selbst

Von dem Gesicht, was meine Mum oder die Freundin macht

Weil ihn'n gefällt, was der Typ vor dem Blatt aus Überzeugung schafft

Ich war der eine Junge mit 'nem Pflaster auf dem linken Auge

Dieser eine Junge über den sie lachten in der Pause

Dieser Junge, der dann Streit suchte, damit sie respektier'n

Ein frühreifer Spasti, der nicht glaubte, dass er sechzehn wird

Der Junge, der sie schikanierte, weil er unzufrieden war

Ich kam in meiner Jugend einfach nicht mit Grundprinzipien klar

Nahm's ihn weg, wenn ich dachte, ich kann's gebrauchen

Hab sie verletzt nach einer Nacht bei ihr zuhause

Hab so vieles nicht gecheckt, ich missachtete das Vertrauen

Und sah mich später selber in ihren nass glasigen Augen