[Strophe 1]

So wie jeden Tag, auf der Parkbank dort

Er füttert graue Enten

Den Kragen hoch, den Hut ganz tief

Mit großen festen Händen

Er spricht nicht viel

Und auch die Kneipe sieht ihn nur ganz selten

Der Wirt erzählt, ein armer Hund

Kein Mitleid kann da helfen

20 Jahre Schweiß und Lohn, für andere abgehetzt

Dann Pech, Konkurs und Kündigung

Dann nichts und das bis jetzt


[Refrain]

Zu lange nutzlos

Völlig isoliert

Frost im Herzen

All zu lange nichts passiert


[Strophe 2]

Er hat geglaubt, wer Arbeit will

Der kriegt auch schließlich eine

Stattdessen gabs Almosen

Von Sozialamt ein paar Scheine

Zum jünger werden nicht genug

Zum ärmer machen reichlich

Mitte 40 kaltgestellt

Freunde wurden kleinlich

Früher stand er mitten drin

Geachtet und geschätzt

Jetzt schämt er sich

Die Würde, wie die Kleider abgewätzt


[Refrain]

Zu lange nutzlos

Nichts, was berührt

Krank an der Seele

In sich verirrt

Zu lange nutzlos

Völlig isoliert

Frost im Herzen

All zu lange nichts passiert


[Strophe 3]

Draußen vor der Kneipe hängt ein braunes Wahlplakat

Verspricht den Deutschen haltlos halt, die sich alleingelassen fühlen

Der Mann dort auf der Bank fällt mir ein

Und ich frag mich, was er wohl von solchen Sprüchen hält


[Refrain]


[Outro]

Zu lange nutzlos

Zu lange nutzlos

Zu lange nutzlos