Released on March 11, 2022

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[Intro]

Yeah, ah

Primus, 100 Bars Realtalk

Ich erzähl' euch bisschen aus meinem Leben

Okay, let's go

Ah


[Part]

1998 kam ein Junge auf die Welt

Kummer wegen Geld und der Hunger kam von selbst

Die Schulzeit verlief so wie der Rest von meim Leben

Flog von der Schule wegen Stress und Problemen

Ab der siebten Klasse war ich also vogеlfrei

Hörte deutschеn Rap und wollte auch bald oben sein

Ich schrieb Texte auf ein Blatt und gab meim Hass eine Stimme

Die Last kommt von innen und zermatscht deine Sinne

Ich war dreizehn Jahre alt und schon betäubt von Gras

Statt in die Schule zu geh'n rauchte ich die Joints im Park

Doch Gras ist nicht billig für ein kleines Kind

Und ich musste schnell erfahren, was mir Scheine bringt

Von Zuhause gab's kein Geld, doch man braucht Bares, um zu kiffen

Also wurd' ich kriminell und hab' die Lage nicht begriffen

Knapp zwei Jahre später schon das erste Mal im Knast

Für ein Jahr hinter Gittern und ich lernte von dem Hass

Ich kam raus aus dem Bau und ich zog zu meim Vater

Tut mir leid, Dad, doch dein Sohn, der macht (?) außer Drama

Bis ich ein Mädchen traf und wir verbrachten ab dem Zeitpunkt wirklich jeden Tag

Sie zeigte mir was Liebe ist und gab mir Kraft

Doch ich machte einen Fehler und ich kam in Knast

Und mein Mädchen, sie konnte leider nicht warten

Denn die Haftstrafe hieß für mich zweieinhalb Jahre

Zweieinhalb Jahre weg vom Fenster

Der Beamte schrie mich an und sagt: „Weg vom Fenster!"

Ich war echt kein Gangster, doch hatte wirklich keine Perspektive

Lern' aus Krisen, deshalb hab' ich im Knast immer mehr geschrieben

Wärter riefen, warum ist die Zelle voller Versnotizen?

Deshalb schlug ich gegen Eisen, so als würd' ich Schwerter schmieden

Konnt mich nicht in Schmerz vertiefen

Nahm die Beine in die Hand und ging mein Weg am Abgrund entlang, so wie Serpentinen

Ich war frei, frei im Kopf, frei im Geist und deshalb schreib' ich noch

Ich hab' bis heute nichts vergessen, deshalb weiß ich noch

Wie es ist, nichts zu haben und ich greif' zum Block

Jede Strophe sprengt deine Drogengang

Ich war allein auf mich gestellt, ich war ohne Camp

Kam aus dem Knast raus und lernte dann Proto kenn'n

Deshalb kannst du auf mich zähl'n, wenn es im Notfall brennt

Ich war wutentbrannt, hatte Zukunftsangst, weil ich nichts erreicht habe mit meim Schulabgang

Doch Proto gab mir Hilfe wie ein Bruder, man

Wir kämpfen Seite an Seite, wir sind blutsverwandt

NDS das Label, keiner ist wie wir

Reißen uns den Arsch auf, weil von alleine nichts passiert

Geben Werte an die Jugend, weil's sonst keinen interessiert

Doch leider kritisieren sie uns für das Feierabendbier

Lass' die Seele freien Lauf und verarbeite in Texten

Die Probleme in meim Bauch, als hätt' ich Tage nichts gefressen

Hab' das Leben schon durchschaut durch die Narben an den Händen

Man, ich nehm' es jetzt in Kauf, ich bin seit Jahren schon am kämpfen, ich bin

Im Block hier gefang'n, doch ich brech' jetzt hier aus, mit dem Kopf durch die Wand

Trotz dieser Angst bleib' ich von kleinauf bestehen

Lauf den steinigen Weg, der die Reise hier prägt

Ich kämpf' für die Familie und nicht für's Maybachemblem

Doch meine Ex-Freundin wünscht sich mich scheitern zu seh'n

Ich muss dich jetzt enttäuschen, es ist leider zu spät

Denn ich fall' nicht auf die Knie, wie bei einem Freitagsgebet, ich war

Niemals depressiv, dafür hab' ich keine Zeit in dieser History

Brauche keine Drogen, ich bin clean wie Listerin

Und fahr' nicht auf der linken Spur wie dieser Mister Bean

Opa zeigte mir wie man die Deckung richtig hält

Nur deshalb kann ich einstecken vom Dreck auf dieser Welt

Das wichtige ist kontern, denn du kämpfst nicht für dich selbst

Deshalb ist mir scheiß egal, wenn dir der Text hier nicht gefällt

Sie sagen Nazi zu mir, woll'n mich auf Krampf verbiegen

Und mir die Liebe zu meim Land verbieten

Dieser Selbsthass der Menschen hat mich angetrieben

Deshalb erzähle ich mein Leben der Gesangskabine

Doch die Deutschen bleiben stumm, so wie Pantomime

Selbst die Hood-Kanaks sagen wir sind ganz Stabile (Ganz Stabile)

Ja, weißt wie ich mein'n?

Den einzigen Hate, den wir kriegen, kommt aus eigenen Reihen

Glaub' es oder nicht (glaub' es oder nicht)

Wir sind im Machermodus und du sitzt zu Hause und machst nichts

Es flowt aus mir raus wie ein Staudamm, der bricht

Deshalb trifft dich dieser Sound wie eine Faust ins Gesicht

Ich bin motiviert für Zehn, anstatt Drogen dir zu geben

Bin ich fokussiert und produzier' die Strophen, die ich leg'

Diese Produktivität ist der Blick hinter Kulissen für die Menschen, die alles nur oberflächlich seh'n

Ich zog von NRW nach Bautzen mit dem Ziel

Kids zu supporten, wir erreichen Tausend mit Musik

Ich erzähle ihn mein Leben, denn sie rauchen zu viel Weed

Anstatt, dass sie Kohle durch die Ausbildung verdien'n

Das Label ist gegründet, jetzt wird's laufen, wie du siehst (NDS, Familie)

Denn ich glaube an mein Team, rappe aus Prinzip und nicht für Audemar Piguet's

Weil ihr ohnehin schon oben zu viel Drogenrapper seht

Lasst euch nicht biegen, euch fehlt Kraft, um zu reden

Deshalb geb' ich euch mein Wort, dass ich diese Spasten zerlege

Glaubt mir, Leute, ich lass' mir mein Lachen nicht nehmen

Das ist mein Leben


[Outro]

1998 ist das Jahr, in dem alles begann

Glaub' mir deine Mutter, ja, sie freut sich

Wenn ihr Junge es da raus schaffen kann

1998 ist das Jahr, in dem alles begann

Glaub' mir deine Mutter, ja, sie freut sich

Wenn ihr Junge es da raus schaffen kann