Released on August 27, 2013

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[Songtext zu „Succubus“]


[Part 1]

Yo, noch einmal will ich's wissen, du denkst, du hast dazu gelernt

Du denkst dir, diesmal könntest du sie dazu bringen, dir zu gehör'n

Du weißt, dass sie launisch ist, undankbar und eigensüchtig

Eifersüchtig ist das Aas, und für Streitereien berüchtigt

Das vermaledeite Miststück will dich alle Zeit für sich

Du wirst sie nicht mehr los, hat sie sich erst bei dir eingenistet

Ihr Freundeskreis ist voller kleiner Wichser, die dir erzählen, wie geil sie ist

Als wär' es deine Pflicht dann beizupflichten

Doch du denkst, sie wertet dich auf

Ein wenig hebt sie diese ewig quälende Sterblichkeit auf

Sie sieht gut an dir aus, würd'st du sie den Wichsern lassen?

Was würden sie aus dieser wunderschönen Nixe machen?

Und sie hat Gefährtinnen, Kammerzofen, magisch von ihr angezogen

Schwachsinn reden ist bei einer schönen Frau was and'res, oder?

Kann sich lohnen, kann in den Ruin zwing'n

Hoff auf das Beste, du steckst schon viel zu tief drin


[Hook]

Viele haben flüchtigen Kontakt, aber dich hat es gepackt

Man sieht's dir an, denn du bist splitterfasernackt

Du stehst da, ausgezehrt vor deiner einsamen Liebe

Kunst ist eine reich verzierte, gierig dich zerfleischende Geliebte

Und sie stiehlt dir deine Zeit

Sie bringt dein Leben Stück für Stück in die Gewalt ihrer bunt lackierten Krallen

Bild' dir ein, es bleibt in der Familie

Kunst ist eine gierig von dir besitzergreifende Geliebte


[Part 2]

Man soll nichts oder wenig essen kurz vor dem Schlafen

Jetzt lieg' ich wieder ewig wach, inzwischen knurrt mir der Magen

Ich hab' 'en Karneval im Kopf, ein Karussell, das Fahrt aufnimmt

Sie ist begabt darin, Begabte früh ins Grab zu bring'n

Denn sie mag es Schwarz zu tragen, muss ich Namen nennen?

Frag mal Lenz und Hemingway, Musil, Nietzsche, Kafka, denk

An Hölderlins Jahre im Turm, wenn nicht gleich der Sarg sind

Knast und Hospital stets solide zweite Wahl

Denk' an den Club 27, füll' die Luft im Herz mit Alkohol

Das Aas ist eine Last, das dir Krankheiten verpasst

Ein Succubus, eine Gorgone, eine Sphynx

Sie ist keine, die nachsichtig lächelt, wenn du es nicht bringst

Auf das weiße Blatt Papier vor dir fall'n giftige Blicke

Die deinen Brustkorb von hinten durchdringen als Stiche im Rücken

Erst kitzelt's, dann kribbelt's, dann brennt's

Bis du denkst ein Sternenhimmel, glühend heiße Splitter um dein Herz lässt dich vor Schmerzen wimmern


[Hook]

Viele haben flüchtigen Kontakt, aber dich hat es gepackt

Man sieht's dir an, denn du bist splitterfasernackt

Du stehst da, ausgezehrt vor deiner einsamen Liebe

Kunst ist eine reich verzierte, gierig dich zerfleischende Geliebte

Und sie stiehlt dir deine Zeit

Sie bringt dein Leben Stück für Stück in die Gewalt ihrer bunt lackierten Krallen

Bild' dir ein, es bleibt in der Familie

Kunst ist eine gierig von dir besitzergreifende Geliebte


[Part 3]

Man fragt Frauen nicht, wie alt sie sind

Man fragt Studenten nicht, wie lang sie schon studier'n

Mach dir selber weiß, der Weg sei das Ziel

Wie praktisch, da du eh gerad' auf der Strecke bleibst

Ein netter kleiner Hype ersetzt das Dach über dem Kopf nicht

Und sie lächelt breit, die Tage ragen tiefer in die Nacht

Und du schläfst nie richtig ein, und du wirst nie richtig wach

Sie stellt sich über alles, was du machst

Erscheint als Mesalliance, doch beansprucht alle Zeit und alle Kraft

Nicht nur sie ist eifersüchtig, du bist es auch

Du find'st es raus, sobald du sie mit ander'n siehst, in Magazinen, im TV

Dieser dicke Bauch ist nicht von dir gemacht

Du hast sie geliebt, jetzt hängt sie mit diesem Typen ab

Ein wenig hast du's kommen sehen und trotzdem bist du überrascht

G'rade wenn sie fern ist, geht sie dir am nächsten

Jetzt denkst du fieberhaft darüber nach, sie über Nacht zurückzugewinnen

Denn sogar wenn sie verschwindet, so wirklich Schluss ist erst, wenn sie es sagt


[Hook]

Viele haben flüchtigen Kontakt, aber dich hat es gepackt

Man sieht's dir an, denn du bist splitterfasernackt

Du stehst da, ausgezehrt vor deiner einsamen Liebe

Kunst ist eine reich verzierte, gierig dich zerfleischende Geliebte

Und sie stiehlt dir deine Zeit

Sie bringt dein Leben Stück für Stück in die Gewalt ihrer bunt lackierten Krallen

Bild' dir ein, es bleibt in der Familie

Kunst ist eine gierig von dir besitzergreifende Geliebte