Released on July 23, 2014

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[Part 1: Pray]

Ich bin dem Regen kein Fremder, nein grad im Gegenteil

Wir sind schon Freunde, er kommt jeden Tag bei mir vorbei

Und überrumpelt mich, immer, wenn es dunkel ist

Er braucht immer Stunden, bis er geht, aber wen wundert es?

Denn er hat den Grund schmerzlich getroffen

All die sonnigen Tage bringen sein Herz nur zum Kochen

Er hat auf seinem Weg schon manch Kerze erloschen

Ertränkt seinen Frust, ich krieg‘ ihn ehrlich nicht trocken

Er ist ein schlechter Einfluss, das weiß ich auch und wehre mich

Doch leider muss ich sagen, es gibt keinen, der so ehrlich ist

Freunde sagen zu mir, es wär schlimmer mit der Zeit geworden

Und wenn’s so weitergeht, ertrinke ich in seinen Worten

Und lauf‘ ich weg, wird er mich trotzdem wieder fassen

Denn mir wurde vor Jahren schon der Kopf von ihm gewaschen

Ich baute einen Schirm auf zum Schutz, mir war nicht klar

Dass ein Sturm auf mich wartet, ist wohl Schicksal

Und der Grund, dass ich seit Jahren kaum vor’m Fernseh’r saß:

Naja, er wird durch Nachrichten vorhergesagt

Ich will ihn loswerden, flieh’n vor dem Verlierer

Doch seh‘ ich, wie er am Boden ist, dann spiegelt er mich wieder

Shit, ich hab‘ oft überlegt, meinen Weg als Star zu geh’n

Doch ich tu’s nicht, denn er lässt es oben schwarz ausseh’n

Eingeseh’n, dass Widerstand kaum etwas nützt

Vielleicht find‘ ich in ´ner Frau mal ein Haus, das mich schützt


[Hook: Pray]

Doch täglich sucht der Regen mich heim

Und begleitet mich ständig, doch fühl‘ mich letztlich allein

Wenn es regnet (es regnet, es regnet, es regnet…)

Und ich weiß, dass er ein Leben lang bleibt

Um mich immer zu erinnern an das Elend, das Leid

Wenn es regnet (es regnet, es regnet, es regnet…)


[Part 2: Solid]

Ich bin dem Regen kein Fremder, wir seh’n uns oft, wenn ich da draußen bin

Ich lauf‘ und lausch‘ dem Wind, für alles and’re wird‘ ich taub und blind

Denn jeder Tropfen, den ich spür, ist wie ein Zeichen, dass ich leb‘

Und ein Gefühl, als blieb die Zeit auf einmal steh’n

Denn durch ihn fühl‘ ich mich niemals alleine

Geht es mir dreckig, taucht er auf und bringt es wieder in’s Reine

Er versteht mich, er ist wie ich: Von Innen trist und kalt

Er ist wie ich (er ist wie ich), weil er weiß, wie es ist zu fall’n

Als würd‘ er sagen: „Wir sind nicht allein mit Selbstzweifeln

Schau nach oben zu mir und du siehst, selbst die Welt weint.“

Denn der Regen bleibt die Quelle des Lebens

Doch auch befähigt, eben jenes auf der Stelle zu nehmen

Er ist für mich, wie ein Licht, das in den Fluten erlischt

Auf der Suche nach sich selbst, all die Spuren verwischt

Er ist der Inbegriff vieler verträumter Gedanken

Von innen schön, nur umgeben von einem gräulichen Mantel


[Hook]