Released on October 4, 2015

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(Verse)

Wer wär ich, wenn ich nicht ich wär

Ich würde noch rappen wenn beide Arme in Gips wären

Und der Stift leer, ihr könnt lachen, ich nehme mich ernst

Mit jedem Schritt mehr halten andere sich fern

Ich lasse mich treiben, schalte in diesem Lied mein Hirn aus

Mein Mindstate liegt zwischen innerem Frieden und Burnout

Die Stimme in mir - Ich hör drauf

Zwischen Angstschrei und Kampfschrei

An einem Tag schmeiß ich mit Kohle, an anderen sammel' ich Pfand ein

Kann's sein? Ja, Nein? Ist es ehrlich wissenswert?

Und es geht hin und her wie Schiffsverkehr im Binnenmeer

Ich bring für meine City nur die Flagge nach oben

Und für den Mast, an dem sie hängen soll die Saat in den Boden

Doch so manche Idioten meinen ich mach's für die Kohle

Für den Fame, für die Klicks oder Statussymbole

Das nur aufgrund dessen, was sie von der Masse gewohnt sind

Da muss ich ein Auge zudrücken, so wie im Schlaf die Zyklopen

Ich bin nicht grad abgehoben, wie frische Patte durch Drogen

Ok, ein paar Psychologen würden sagen ich habe Psychosen

Oder starke Neurosen doch meine Bars sind sogar immer noch da, wenn ich tot bin und bringen Partys zum toben

Manchmal grab' ich nach Totem

So wie Archäologen

Mein Magen ist hohl, doch ich will kein Braten im Ofen

Scheiß auf Standartmethoden

Ich hab den Dartpfeil im Bogen

Will mit dem Part 'ne Symbiose

Doch greif den Stachel der Rose

Hab mir beim Spielen mit dem Feuer oft die Hände verbrannt

Doch mein Organismus kennt das Programm

Wunden, die man schon hatte, wachsen schneller zusammen

Das ist wie 'ne viel zu lange Schlange, denn ich stell mich nicht an

Ich stell mich vor, tu' als ob ich nur ein Teil hätte

Da kommt mein Homie mit vollem Einkaufswagen gleich um die Ecke

Man muss dreist sein, Drive-By im Drive-In von Megges

Stopp' die Zeit gleich zeitgleich zum Meister der Strecken

Mir hilft allein sein zum eins sein mit meinem Geist

Die Reißleine reißt gleich, wie'n byebye um Freiheit zu schmecken

Ich bin high, I got 5 on it, high five mein eigenes Spiegelbild und kann die Hand berühren von einem der Besten

Ich könnt' die Reimkette weiterhin stretchen, wie Weiber in Leggings

Doch will eigentlich wechseln, ich bin beinahe besessen

Wie eine Art Sessel, behaupte in meinem Interesse

Dass alle schleimen wie Schnecken und danach bleibe ich stecken

Hmm, wo bin ich stehengeblieben?

Ich habe relative Theorien zum Negativen

Du darfst die Augen nicht schließen, wenn zu viel Tränen fließen

Lass aus eben diesen 'ne Blume für deine Seele gießen

Red' ich auf Beats mit so Melodien kann ich meditieren

Meine Medizin sind gedrehte riesige Besenstiele

Für mein Lebensstil muss ich Pläne schmieden

Ich will das System besiegen und meinen Seelenfrieden wie Eremiten

Ich kitzel Reime am wunden Punkt

Zu viel ist vorbei, zu viel Skizzen bleiben im Untergrund

Nix ist so nice wie das Witzereißen mit unsern Jungs

Stress ist wie Megges, frisst du's in dich rein, ist es ungesund

Ich sitz in einem Tunnel rum und denk über mein Weltbild nach

Zerbreche mir den Kopf und komm' dann erstmal auf mich selbst nicht klar

Ey Digga helf mir mal!

Ach ne, geht wieder

Hab ich nen schlechten Tag, mach ich halt zehn Lieder

Ok, das war etwas zu hoch gegriffen, wie Chauvinisten

Ich will einfach paar dope Strophen ohne 'nen Chorus spitten

Einfach mal den Fokus nach oben anstatt nach vorne richten

Plötzlich seh ich Dronen die Fotos knipsen für Polizisten

Sie wollen mich filzen, unbedingt meine Drogen finden

Haben mein Dope in der linken Hand, in der rechten die Todesspritze

Doch ich bin lieber mittelloser Denker

Als ein gewissensloser Bänker

Das ist unvorstellbar, wie mein Leben ohne New Era und Mikrofon

Unvorstellbar, wie ein Zuhälter als Schwiegersohn

Hier zählt jeder Fußgänger als Zielperson

Newssender-Messer seh ich stumpf werden bei diesem Flow

Die Zeitung schreibt nur Teilwahrheiten zum treiben von Streiterei

Die Einzelheiten kennt keiner, aber einer wird reicher sein

Das Einmaleins sagt, man braucht Gemeinsamkeit zum einig sein

In meiner kleinen Welt heißt geteiltes Leid meist zwei sind breit

Ich nutze Rap um euch ein Stückchen von mir mitzugeben

Hab ein Mitteilungsbedürfnis und will in der Mitte stehen

Ihr könnt meine Schritte sehn, ich blicke stets auf schizophrene Mittelwege

Und erwäge dann für mich den Sinn des Lebens

Ich hab 'ne Vision und ich weiß nicht ob ihr's glaubt

Da zerfallen alle Barcodes oder Preisschilder zu Staub

Hier lebt jeder einzelne sein Traum

Und alle Waffen der Welt sind inzwischen gegen MP3-Player getauscht

I'm out