Released on November 25, 2016

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Mein Gott

So ein schöner Herbsttag

Ich schließe die Augen

Die zum Genuss nichts taugen

Ich habe noch Träume

Im Golden uns’rer Bäume

Ich will so viel machen

Unter Leuten lachen

Ich glaub’ an die Liebe

Ich glaub’ an die Weite

Ich glaub’ an das Große

Im Großen wie im Kleinen

Ich möcht’ mich zerteilen

Möchte fusionieren

Möchte mich in Luft auflösen

Und der Menschheit dienen

Ich kann

Mich so selten öffnen

Ich kann mich nicht teilen

Ich kann mich nicht ändern

Es gibt so viel’ Fronten

Soviel’ leere Konten

Ich hab keine Zeit und

Oft auch keine Kraft mehr

Ich leere die Zeitung

Nach dem bisschen Klarheit

Mir fehlen die Worte

Bei Kaffee Kippen Torte

Ein Eimer voller Blut

Leert sich über meinem Kopf

Und ich möchte schreien

Wie Bekloppte mich befreien

Die Äpfel sind schon reif

Die Igel müssen noch ein bisschen essen

Das Schränkchen ich heute schleif

Woll’n wir bald das Paddelboot mal testen

Glücksschmied und Sparschwein

Sind grade noch das was sie einmal war’n …

Alles

Alles hängt zusammen

Alles ist der Markt

Und alles steht in Flammen

Armut aller Weisen

Dummheit geht auf Reisen

Mörder überall

Sie kommen uns zu holen

Sie kommen uns zu schlachten

Die wir an uns dachten

Die wir auf uns achten

Ein Land kann man nicht pachten

Wo der Reichtum endet

Wo das Blatt sich wendet

Werden wir die Ersten sein

Die schrei’n nach off’nen Grenzen