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By LAAS

On Blackbook

Released on August 26, 2011

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[Interludium]

"Diese Jugendlichen sind sozusagen mit einer Maus in der Hand geboren und von kleinauf mit dem Internet vertraut

Sie werden zu Internet-Junkies, die sich irgendwann nicht mehr interessieren für die reale Welt

Ihr Computer ist ihr bester Freund, ihr Fenster zur Welt und ihr Vertrauen"


[Verse 1]

Erst ist er noch schüchtern, tippt kurze Kommentare

Mit der Zeit denkt er, er könnte alles tun und alles sagen

Das erste Mal auf Twitter, er schreibt direkt at Siggi Smallz

Siggi schreibt auch kurz zurück, jetzt ist er richtig stolz

Und es wird sein Leben, vor'm PC und der Bong häng'

Denn Kontakt zu finden gibt ihm das Gefühl von was besond'rem

Er loggt sich ein bei Mzee, streitet in Diskussion' rum

Ist online registriert und auch angemeldet im Forum

Er sucht ein Pseudonym aus, stellt sich unter dem Nam' vor

Tage vergehen, er postet sich hoch zum Administrator

Und denkt, er kontrolliert so seine virtuelle Fame-Welt

In sei'm iTunes-Player auf Repeat: Labelsampler von Selfmade

[?], er ist fernab von Begeist'rung

Für die Ausbildung zum Spezialist, Sanitär und Heizung

Im Betrieb von sei'm Vater, doch er scheißt jetzt auf Arbeit

Denn sein neues Hobby verspricht ihm ein kleines bisschen Starlife


[Hook]

Sie schicken nichts als Hass über ihr'n Computer raus

Wir sind damit durch, wir sind auf das Gute aus

Wir schalten MySpace, Facebook und auch YouTube aus

Wir sind damit durch, wir sind auf das Gute aus

Comments voller Hass, Einträge voll Wut im Bauch

Wir sind damit durch, wir sind auf das Gute aus

Hass, Disses, Streit, darauf baut man keine Zukunft auf

Wir sind damit durch


[Verse 2]

Er ist jede Nacht online, promotet dort den Beef-Shit

Anonym versteckt hinter seinem Profilbild, ah

Er kam von MeinVZ zu MySpace und von MySpace zu Facebook

Dass er sein' echten Namen nicht nennt

Bezeichnet er als Selbstschutz

Denn in sei'm kleinen Kopf wächst das Monster von ei'm Hater

Und sein Rechner, er läuft heiß, wie auf 'ner Convention für Gamer

Er beleidigt fremde Mütter, bezeichnet sie als "Huren"

Wenn ihr was dagegen tun wollt, schreibt er:

"Dann kommt mich doch suchen"

Es klingelt an der Tür, Nachts, im Haus von seinen Eltern

Als die Schwester nachschaut

Wird sie überrascht von zwei jung' Männern

Sie brechen ihr den Kiefer mit Schlägen und mit Tritten

In der Notfallambulanz wird sie genäht mit 16 Stichen

Es nagt an sei'm Gewissen, es bringt ihn in ein' Zwiespalt

Denn er überlegt jetzt täglich, ob das ganze vielleicht ihm bleibt

Und wie das alles sein kann, es geht nicht in sein' Kopf rein

Diese Nacht ist der grüne Button nur grau - Offline


[Hook]


[Verse 3]

Er denkt: Lasst mich doch posten. Das hier ist bloß meine Meinung

Aber jede Nacht lässt er sich neu von Paranoia einhol'n

Er löscht seine Accounts und verschwindet aus dem I-Net

Geht zurück vor die Playsie und macht den Ego-Shooter Spieltest

Er ballert jetzt aus Frust los, säuft lauter Energys weg

Seine Welt 's komplett verändert wie nach sieben Jahr'n in Tibet

Sein Vater ist gepissed und er droht ihm mit dem Rauswurf

Weil er an der Bong zieht, kriegt er Husten und ein' gelben Auswurf

Er hat es nie erzählt und niemand, außer ihm weiß es

Sein Passwort und sein Username - es bleibt sein Geheimnis

Sein Hassprofil und die Wutansagen - es bleibt sein Geheimnis

Warum geht er nicht zurück? Er glaubt, dann werde er gesteinigt

Die Polizei 's am Hörer, sie sagen, sie haben ein' Täter

Es war ihr fucking Ex-Freund, die ganze Tat gesteht er

Und das ist die Moral von der Geschichte, kapier', dass

In Warheit das ganze Gehate nie wen int'ressiert hat


[Hook]