Released on February 28, 2020

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[Verse 1]

Auf dem Baum vor meinem Fenster

Saß im rauhen Winterhauch

Eine Drossel, und ich fragte:

"Warum wanderst du nicht auch?


[Verse 2]

Warum bleibst du, wenn die Stürme

Brausen über Flur und Feld

Da dir winkt im fernen Süden

Eine sonnenschöne Welt?"


[Verse 3]

Anwort gab sie leisen Tones:

"Weil ich nicht wie andre bin

Die mit Zeiten und Geschicken

Wechseln ihren leichten Sinn


[Verse 4]

Die da wandern nach der Sonne

Ruhelos von Land zu Land

Haben nie das stille Leuchten

In der eignen Brust gekannt


[Verse 5]

Dir auch leuchtet hell das Auge;

Deine Wange zwar ist bleich;

Doch es schaut der Blick nach innen

In das ew´ge Sonnenreich


[Verse 6]

Laß uns hier gemeinsam wohnen

Und ein Lied von Zeit zu Zeit

Singen wir von dürrem Aste

Jenem Glanz der Ewigkeit."


[Verse 7]

Laß uns hier gemeinsam wohnen

Und ein Lied von Zeit zu Zeit

Singen wir von dürrem Aste

Jenem Glanz der Ewigkeit."

Singen wir von dürrem Aste

Jenem Glanz der Ewigkeit."