Identitätsstiftend

By Heisskalt

On Vom Stehen und Fallen

Released on March 21, 2014

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[Songtext zu „Identitätsstiftend“]


[Intro]

Ich atme die Nacht ein, Luft anhalten, abtauchen

Aus dem Wollen wird ein Haben wird ein unbedingtes Brauchen

Schüttel die Zweifel ab bevor deren Konsequenzen sich anbahnen

Aus dem Hoffen wird ein Bangen wird ein ungewisses Abwarten


[Strophe 1]

Los, schau mich an und versuch nicht zu blinzeln, die vollgeschriebenen Seiten mit Bunt überpinseln

Ein Lidschlag zu lang, ein Leben zu kurz, die Augen sind müde doch Schlaf stillt den Durst nicht

Wir sind immer noch da, fühlen immer mehr als gesund ist

Also kommst du mit mir, zweihundert gegen die Wand?

Übertönen das Rauschen, wollen nur Stille und Haut, doch wir brauchen das Laufen

Süchtig nach Nähe, doch brauchen den Platz

Wir ringen nach Atem, doch verachten die Pausen

Niemals nach Plan, wenn die Karten auch noch so genau sind, schließ ruhig deine Augen


[Refrain]

Aber bleib, bitte bleib hier, bitte bleib da, ich werd' wieder fehlen noch ehe es Tag ist

Und wieder taub noch ehe wir verstehen

Und weiter fest daran glauben, doch weiter unglaublich, stehen und staunen gelähmt von der Aussicht

Und wieder blind noch ehe wir uns versehen und wieder


[Post-Refrain]

Bleibt nur für das bisschen Platz, das auf eine Speicherkarte passt

Steh in so viel mehr Bildern als ein Augenpaar erfasst

Die Tage, Sekunden und Jahre zugleich

Und ich sehe von außen in mich hinein


[Refrain]

Aber bleib, bitte bleib hier, bitte bleib da, ich werd' wieder fehlen noch ehe es Tag ist

Und wieder taub noch ehe wir verstehen

Und weiter fest daran glauben, doch weiter unglaublich, stehen und staunen gelähmt von der Aussicht

Und wieder blind noch ehe wir uns versehen und wiedersehen


[Post-Refrain]

Es bleibt nur für das kleine bisschen Platz, das in den so engen Rahmen passt

So verschwindend gering

Ein Leben hört auf wo ein and'res beginnt

Ich bin nur am Ziel wenn der Himmel dort versinkt


[Outro]

Und aus Nähe wird ein Geruch wird eine Ahnung

Aus der Wärme deiner Umarmung, die Kälte irgendeiner Stadt

Aus dem Schweiß auf deiner Haut und deinem Atem

Wird nicht mehr als was der Fotofilter am anderen Ende daraus macht

Aus den Momenten werden Tage wird ein Leben

Aus der Stille wird ein Rauschen wird ein Schreien

Und aus Wünschen werden Worte werden Taten

Und die Frage wo es von allem mal genug ist, um zu bleiben