Blaue Flecken

By Fireflake

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[Verse 1]

Du wirst geboren, um dich herum das Licht der Welt

Hast noch kaum Haar, was später dann doch dichter fällt

Kannst noch kaum stehn, sehn, hin und wieder fällst du um

Doch irgendwann wird dieser Zirkus dir zu dumm

Du hast ein Auto und du wohnst nun in der großen Stadt

Die zwar Geschichte, aber längst mal nicht nur Helden hat

Du bist dein eigener Herr, du bist dein eigener Meister

Kittest dir dein Leben zusammen, wie mit Scheibenkleister

Hast die erste Freundin, hast den ersten Streit

Irgendwie geht irgendwer, irgendwann immer zu weit -

Und du sitzt nun da, das Messer in der Hand

Und schnitzt Figuren deines Lebens damit in die Wand

Du sagst es geht nicht mehr, du weißt echt nicht mehr aus

Du hast kein gar nichts, keine Freundin, keinen Hund, kein Haus

Manchmal passt gar nichts mehr an allen Kanten und Ecken

Doch alles was dir bleibt sind ein paar blaue Flecken


[Verse 2]

Nach zwei, drei Tagen dann bist du ein anderer Mann

Der das Ich von damals nicht mehr sehen kann

Weil du weißt, was heut für dich die Welt bedeutet

Vielleicht morgen nicht einmal mehr eine Glocke läutet

Und du fasst neuen Mut, du gehst es nochmal an

Dir stets bewusst, dass es dir wieder passieren kann

Dass du fällst - vielleicht über dein eigenes Bein

Doch dieses Mal sagst du dir wird alles anders sein

Und irgendwann dann hat‘s dich wieder voll erwischt

Und jeder auch nur halbnormale Gedanke erlischt

Du weißt was du jetzt hast kannst du nun sicher nicht verlieren

Denn das was anderen passiert muss ja nicht dir passieren

Doch irgendwann dann macht es wieder nen Knall

Der stolze Adler kommt wieder zu Fall

Manchmal passt gar nichts mehr an allen Kanten und Ecken

Doch alles was dir bleibt sind ein paar blaue Flecken


[Middle-8]

Blick zum Himmel sieh das Lichtermeer

Die Stadt vor dir so kühl und leer -

Was wichtig war wird abgestuft

Der Duft von Regen in der Luft

Ein Donnerschlag weckt dich in der Nacht

Der Wind hat dich um deinen Schlaf gebracht

Dein kühler Hauch beschlägt das Fensterglas

Und irgendwo da wispert irgendwas

Dein Gewissen schlägt Alarm doch du, du hörst es nicht

Dir ist kalt und dir ist heiß, Schweiß steht dir im Gesicht

Liegst im Bett, bist nicht allein, eine Frau neben dir

Du weißt nicht mal wie sie heißt, trotzdem erzählst du mir:

Dass du stark bist und erwachsen und nach all der Zeit

Hast du losgelassen von deiner Gleichgültigkeit

Und du willst mir echt erklären, das ist kein Übereilen

Du sagst das ist der beste Weg um deine Wunden zu heilen

Du stehst auf und willst durch die Türe gehen

So viele Narben sind auf deiner müden Haut zu sehn

Manchmal passt gar nichts mehr an allen Kanten und Ecken

Doch du wirst sehn, alles was bleibt sind ein paar blaue Flecken