Released on February 20, 2013

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Erst kam das „Stockholm-Syndrom", dann die Internetblogs

Dann der Splash!-Biergarten -- Interviews geben, und doch

Absagen dann im Nachhinein; habe den Entschluss gefasst

Dass es im Endeffekt nur drum geht, dass man gute Mucke macht

Und nicht um das, was man redet vor Kamera

Wenn ich was sagen will, dann setz' ich mich hin und schreib' 'nen Part

Das heißt bis auf ein paar Textinterviews, gibt

Es von mir eigentlich bisher nichts außer Musik

Ach so, wobei... Noch das im On3-Studio

Und da benehm' ich mich ja wie ein Vollbluthurensohn

Um zu zeigen, dass es keinen Wert hat, was man da sagt

Keine Ahnung, ob das irgendwer verstanden hat

Doch umso cooler finde ich die Tatsache, dass

Ich es so weit geschafft hab', weil ich im Grunde sagen kann

Dass alles an der Mucke lag

Und halt daran, dass Mark Zuckerberg Facebook erfunden hat

Hab 5000 so genannte Freunde

Die posten oder liken oder Kommentare schreiben

Bin mir immer noch nicht sicher, wie ich das so find

Seh'n zu könn', dass manche meiner Fans halt Spasten sind

Auch wenn das so klingt, als ob ich irgend so ein undankbarer Bastard bin

Mann, die meisten Fans sind sicher cool, ganz bestimmt

Ganz im ernst: ich dankbar für jeden Hörer, Hand auf's Herz

Für jeden, der sich reinzieht, was ich so mache

Jetzt mal ehrlich, ist gar nicht einfach heutzutage

Wer hätte gedacht, dass ein Klick so anstrengend sein kann?

Dank JuliensBlog und so weiter

Da bin ich froh, dass sich Leute überhaupt mein Zeug noch laden

Egal, ob die EP mit Miami oder "Leuchtbuchstaben"

Oder die Kollektion von kostenlosen Songs

Die sich für mich eigentlich sowieso schon dafür lohnten

Dass Maeckes später sagt, dass er Gefallen an mein' Texten hatte

Wenn deine Idole dich loben, musst du was richtig machen

Denke ich mir jetzt mal...

Denke auch, dass ich nur durch Musik Menschen kennengelernt hab

Die mittlerweile gute Freunde sind - oder warte

Muss ich davor oder danach "no homo" sagen?

Scheiß drauf, ist alles perfekt

Wär’s nicht gelaufen, wie es lief, gäb’ es heute keine Platte mit Cap

Yep, dann würd ich heut’ auch nicht mit LUX zusamm’ Lieder schreiben

Keine iPad-Beats machen auf Zugfahrten mit DJ Pilot

Hätt kein' Booker, der nur 4 Stunden am Tag schläft

Würd mir nicht Toni AggroTV-Videos anseh’n

Tim, Phil und der Rest – niemand wär’ am Start

Ohne ISOfIVE, kein Video zu "44 Bars"

Ohne Miami Weisz, womöglich gar kein Edgar Wasser

Ist doch alles cool wie es kam

Auf die Gefahr hin, dass das grade krass pathetisch klingt

Und vielleicht ein wenig dramatisiert, doch das nehm’ ich hin

Weil das hier alles irgendwie erstaunlich groß wird:

Zwei Blumentopf-Touren in einem Jahr supporten

Konzerte spielen, CDs ausverkaufen in paar Stunden

Okay, war’n auch nur 250, aber trotzdem

Bei "Catch a fire", von Fard darauf hingewiesen

Ich könnte für "Deutschsein" von sein’ Fans auf die Fresse kriegen

Ernsthaft überlegen, wie man den performt und dann

Tony fragen, der nur sagt: "Spiel einfach den Song, du Spast!"

Im Nachhinein, kein Plan, was ich dabei dachte

Ich mein’, der Tag, an dem ich irgendwas aus Angst sein lasse

Sollte der Tag sein, an dem man mir das Mikrofon aus der Hand reißt

Und mir verbietet, es anzufassen!

Mal gucken, ob es dazu noch kommt

Die ersten zwei Jahre sind geschafft seit "Stockholm-Syndrom"