Released on February 8, 2010

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Grüß sie Gott, Herr Fliesenleger - Grüß sie Gott, Herr Franz

Woll’n s’ nicht einen Schinkenhäger? - Vielleicht a Stamperl, a ganz klan’s

Na i frog sie jetzt als Fliesenleger, wohl verfugt und höchst integer

Wos sog’n sie zu einem Neger? Schwarz wie ein Schornsteinfeger

Also, mir is olles Fremde fremd, i kenn nur an Mohr im Hemd

Also ich hab nix gegen Mohren, manche werd’n halt so geboren

Ich bewund’re ihre Kraft, doch net grad in der Nachbarschaft

De soll’n brav im Dschungel bleib’n, und si do net umatreiben

Oder kurz bei uns studieren und sich am Nordpol populieren

Respekt, Herr Franz, trink ma auf die Toleranz

Ich war immer tolerant, bis zum letzten Zimmerbrand

Da hat so ein Miet-Migrant - Alter, Herkunft, unbekannt -

Mit Turban und im Kaftan-G’wand, mir fast die Bude abgebrannt

Trink ma noch an Schinkenhäger? - Der Schnaps ist echt ein Niederleger!

Also dieser Beduine aus dem Reich der Muezzine

Der wollt sich an Hammel kochen, in mei’m Bad, mitsamt die Knochen

Wos im Bad, an Hammel grillen? Warum denn nur um Allahs Willen?

Na wegen dem langen Ramadanzen füllen sich Muslims gern den Ranzen

Natürlich hab ich müssen stanzen, quasi ins Asyl verpflanzen

So, das wärs, im Großen und Ganzen

Jawohl, Herr Franz, und jetzt das Lied der Toleranz:

Es ist und bleibt die Toleranz der Schöpfungskrone Talminglanz

Sie ist beinahe, doch nicht ganz, wie das schwächste Glied vom Rosenkranz

Ja es ist die Toleranz ein bess’res Wort für Ignoranz

Denn gnädig tolerieren heißt noch lang nicht akzeptieren

Ich hab auch nix gegen die Chinesen - täten’s nicht die Hunderln fressen

Stell dir vor, mein kleiner Waldi, in am Wok von Garibaldi!

Was sag‘n sie, Herr Fliesenleger? - Also i hätt gern an Schinkenhäger

Prost, Herr Franz! - Auf uns’re Toleranz

Also mir g’fallt nur der Dalai Lama, der wos lacht, in sei’m Pyjama

Er kommt zu jeder Friedensfeier und schleicht si z’ruck am Himalaya

Aber Tschuschen und Albaner und demnächst noch Marokkaner

Meina Seel, wie schaut des aus, ein Dromedar vorm Opernhaus

Drum brauch’ ma einen wie den Strache, mit dem rechten Sinn fürs Flache

Der da steht wie eine Wand, mit dem Kreuze in der Hand, aufrecht im Armani-G’wand

Sehr richtig, Herr Franz!

Sie sind ganz auf meiner Linie - eher brauch’ ma Pinguine

Als Moscheen und Muezzine

Jetzt geben’s mir noch an Panik-Schnaps gegen den Kulturkollaps

Tut mir leid, Herr Fliesenleger, er is leer - der Schinkenhäger

Schad - also bis Morgen, Herr Franz! - Es lebe hoch die Toleranz!

Es ist und bleibt die Toleranz der Schöpfungskrone Talminglanz

Sie ist beinahe, doch nicht ganz, wie das schwächste Glied vom Rosenkranz

Ja es ist die Toleranz ein bess’res Wort für Ignoranz

Denn gnädig tolerieren heißt noch lang nicht akzeptieren