Released on December 15, 2013

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[Songtext zu „Flaschenpost“]


[Part 1: Disarstar]

Das sind ganz kleine Worte, die Gefühlen nicht gerecht werden

Blatt nach oben halten, auf den Wind warten und wegwerfen

In der Hoffnung, dass er es über die Wolken trägt

Ein bisschen Verwirklichung, sollten die Träume fehl'n

Flaschenpost, entrümpel' und schaffe Platz im Kopf

Sage: „Schlimmer wird nichts.“, aber was, wenn doch?

Was, wenn doch keiner die Ketten sprengt

Dieses schwarze Hemd ist dreckig, aber leider nicht mehr wegzuhäng'n

Nicht mehr wegzudenken, fern von Pseudo-Harmonie

Ihr könnt euch euer verlogenes Lächeln schenken

Macht mich das zu 'nem schlechten Menschen?

Dass ich Sozialromantik leid bin und nicht greife nach verdreckten Händen?

Das hier ist sowas wie ein Haus am Meer

Umgeben von von stacheldrahtbedeckten Wänden

Und ihr seid angekomm'n, könnt das hier Heimat nenn'n

Doch ich bin einer, der weiterdenkt

Und wenn ich wähl'n muss zwischen lebenslang eingesperrt

Und mit dem Kopf gegen die Wand, bis ich tot bin

Bin ich froh, wenn ich dreißig werd'

Wird vielleicht schon schwer, spiel' 'n Spiel auf Zeit

Stoned, auf Koks und besoffen, eigentlich nur um wie ihr zu sein

Leben 'ne Schwierigkeit, mittendrin

Das hier ist für die, die mit mir sind

Selbsthilfegruppe, mehr als Musik, das ist Leidenschaft

Und das bekommt man nicht beigebracht

Depression ist ein Anfang, langsam werd' ich schizophren

Ich fühl' mich wie'n kleines Kind, das sich nach bisschen Liebe sehnt

Perspektive fehlt, ich hinterfrage das Leben

Panikattacken, vielleicht irreparabel, die Schäden

Fern von Garten Eden, draußen in der Dunkelheit

Das ist mehr, als die Geschichte von ein paar Problemen

Spaten nehmen und nach Gold graben

Leere Gläser, die mal voll waren

Durchatmen und Karten legen

Doch Widerspruch bleibt stecken in den Atemwegen

Träume von der heilen Welt ersetzen nur das Schlafenlegen

Was ist hart im Nehmen? Das ist Umkippen

Erkennen an Umrissen Spalten in den Zungenspitzen

Und von eintausend Frauen kann ich keiner vertrau'n

Trotz dessen küss' ich Illusionen und Lippen

Geh' den Notarzt holen mit paar roten Rosen

Glaub' mein Leben passt in paar Bacardi-Cola-Dosen

Du sagst, dass meine Texte sich im Kreis drehen

Doch ich dreh' mich im Kreis und im Kreis und sag' danke

Für das Lächeln im Vorbeigehen

Doch seitdem ich denken kann

Spiegelt sich der Menschen Hässlichkeit in mein'n Tränen

Fühl' mich dreckig und hab' Heimweh

Worte sind nur gut gemeint

Doch wenn du mit Blumen schmeißt, dann rette sie vorm Eingeh'n

Das ist mein Weg

Und bei aller verschwiegenen Liebe hier kannst du nicht für mich einstehen (Nein)

Ich bin zerfressen von Komplexen

Umgeben von Gestalten, die mein Lächeln überschätzen

Bis die Letzten mich vergessen

Halt' dich an mir fest, ich halt' fest an meinen Texten

Flaschenpost, wir wissen vielleicht nicht, wer wir sind

Aber treiben mit dem Wind Richtung Horizont

Aber treiben mit dem Wind Richtung Horizont (Horizont, Horizont, Horizont)

Ich wünschte, ich könnt' in Worte fassen, was ich denke

Könnte aussprechen, was ich fühle

Doch ich kann es nicht

Weder von Angesicht zu Angesicht

Noch in 'nem Text

Diese Worte sind nicht gut genug

Hab' das Gefühl, dass die Reime meine Aussage verderben

Das ist Aufatmen und Sterben in jeder Zeile

Ich baue mir ein Schloss aus Sand, baue es auf Gegenteile

Während ich durchs Leben eile und suche

Würdest du fragen, würd' ich dir sagen: „Ich weiß nicht was.“

Meine Welt wirkt eben viel eher wie 'ne Geisterstadt

Als das, was sie Leben nenn'n

Eher wie an 'nem Strick hängen am Galgenmast

Warum wirkt das hier so plakativ? Frage: „Was ist Leidenschaft?“

Wenn wir fallen, steh'n wir wieder auf, was wurde uns beigebracht?

Was bleibt am Ende abseits der Wende?

Schlachtplan, ich teile meine Kraft ein und kämpfe (Kämpfe, kämpfe, kämpfe, kämpfe)


[Interlude]


[Part 2: Mohammed Ali Malik]

Kenne zwar den rechten Weg, gehe doch den linken

Sehe geradeaus das Licht, doch ich bewege mich nach hinten

Weiß, die Zeit ist schon gekommen, doch ich sitze noch und warte

Auf die Liebe, obwohl Gott mir schon die Liebe offenbarte

Ich bewege mich in Kreisen und verletze meine Sinne

Such' nach Liebe, doch wär' besser, wenn ich erstmal keine finde

Denn ich liebe mich, doch hasse mich, verehre, doch verachte mich

Und sehe, was ich sehe, jedes Mal aus einer anderen Sicht

Kenne schon die Lösung, doch ich lös' nochmal das Rätsel

Ey, ich höre nur und sehe, was ich hören oder sehen will

Achtzig graue Tage, hey, einen guten Morgen

Sag' der Sonne, sie soll morgen nochmal schein'n

Das wär' wunderschön

Liebe meine Nächsten, doch ich melde mich zu selten

Vielleicht scheiden sich die Geister

Vielleicht trennen sich die Welten

Vielleicht nehm' ich mir das Leben

Vielleicht nimmt das Leben mich

Vielleicht finde ich den Weg hier erstmal nicht

Hey, auch nicht schlimm (Auch nicht schlimm, auch nicht schlimm)


[Bridge: Disarstar]

Zwiegespalt, Zwiegespalt, Zwiegespalt

Für immer auf der Suche

Auf der Suche nach etwas, der Suche nach etwas, nach etwas, nach etwas


[Part 3: Disarstar]

Ich geh' drei Schritte nach vorne und dann zwei Schritte zurück

Und ich halt' mich für verrückt

Sabotage, 'ne Rebellenarmee im Dschungel meiner Psyche

Bipolarstehende Facetten stell'n sich Beine auf der Reise Richtung Glück

Und 'nen Grund unter die Füße

Da bringt's wenig, dass man weiß, was ein'n bedrückt

Denn die Trauer war nie tragbar, doch ein heimatliches Stück Leben

Ja, da kenn' ich mich aus und bin ich weg für eine Weile

Holt mich irgendwas hierher zurück, gefesselt an 'ner Leine

Nein, gefesselt an alleine, ja, gefesselt an den Lasten

Die versprechen, dass ich bleibe, sie erpressen mich zu rasten

Ey, wir leben von Routinen, sehnen uns nach Frieden

Fühl'n uns irgendwie lebendig, wenn wir seh'n, was wir nie kriegen

Eventualität, hätte, könnte, wenn, Mitteldinger

Schizophren, tun uns weh, doch könn' uns nicht erinnern

Fürchten Veränderung, kehren so kurz vorm Ende um

Begeben ins Gewohnte, statt zu leben für den Wandel

Denn wir begrenzen uns hier alle so grenzenlos, danke (Danke, danke, danke)


[Outro: Disarstar]

Glücklichsein ist 'ne Entscheidung

Glücklichsein ist 'ne Entscheidung

Glücklichsein ist 'ne Entscheidung

Glücklichsein ist 'ne Entscheidung

Glücklichsein ist 'ne Entscheidung

Yeah, yeah, yeah, yeah, yeah, yeah