Tränen aus Kajal

By CÉLINE

On Instinkt

Released on April 3, 2020

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[Songtext zu „​Tränen aus Kajal“]


[Hook]

Nach allem, was war, bist du nicht mehr da

Und ich wünschte, du wärst mir egal

Die Nacht leuchtet schwarz, bringst mich um den Schlaf

Ich wein' für dich Trän'n aus Kajal


[Part 1]

Frag' mich die ganze Nacht, mit wem du einpennst

Weil ich noch immer an dich denke

Ich weiß genau, dass es vorbei ist

Doch ich wollte niemals, dass es endet

Ich sag' mein'n Freunden, dass' mir gut geht

Doch bin so allein in mein'n Gedanken

Fühlt sich an wie so 'n scheiß Entzug, ey

Und du holst dir den Stoff schon bei 'ner andren


[Hook]

Nach allem, was war, bist du nicht mehr da

Und ich wünschte, du wärst mir egal

Die Nacht leuchtet schwarz, bringst mich um den Schlaf

Ich wein' für dich Trän'n aus Kajal


[Post-Hook]

Auch wenn du gehst, irgendwas bleibt

Ich will, dass du da bist

Auch wenn du gehst, irgendwas bleibt

Ich will, dass du da bist


[Part 2]

Ich soll doch endlich wieder frei sein

Sagen mir andauernd meine Besten

Doch will nur mit dir oder allein sein

Mann, ich kann dich einfach nicht vergessen (Ja-ja)

Mama weiß genau, dass' mir nicht gut geht

Weil sie wusste, was du mir bedeutest

Siehst du nicht, wie meine Seele blutet?

Ich kann nicht so tun, als wär'n wir Freunde


[Hook]

Nach allem, was war, bist du nicht mehr da

Und ich wünschte, du wärst mir egal

Die Nacht leuchtet schwarz, bringst mich um den Schlaf

Ich wein' für dich Trän'n aus Kajal


[Post-Hook]

Auch wenn du gehst, irgendwas bleibt

Ich will, dass du da bist

Auch wenn du gehst, irgendwas bleibt

Ich will, dass du da bist


[Bridge]

Da-da-dam

Da-da-da-dam, da-da-da-dam, da-da-da-dam

Da-da-da-dam, da-da-da-dam, da-da-da-dam

Denke nur an dich, doch bin dir scheißegal

Weine im Dunkeln Tränen aus Kajal


[Hook]

Nach allem, was war, bist du nicht mehr da (Ja-ja-ja-ja)

Und ich wünschte, du wärst mir egal (Ja-ja)

Die Nacht leuchtet schwarz, bringst mich um den Schlaf (Ja-ja-ja-ja)

Ich wein' für dich Trän'n aus Kajal


[Post-Hook]

Auch wenn du gehst, irgendwas bleibt

Ich will, dass du da bist

Auch wenn du gehst, irgendwas bleibt

Ich will, dass du da bist

“Nach allem, was war, bist du nicht mehr da Und ich wünschte, du wärst mir egal Die Nacht leuchtet schwarz, bringst mich um den Schlaf Ich wein’ für dich Trän’n aus Kajal”
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CÉLINE drückt in der Hook ihre Trauer und ihren Schmerz nach der Trennung einer gescheiterten Beziehung aus. Um den Schmerz nicht fühlen zu müssen, wünschte sie sich Gleichgültigkeit gegenüber ihrer alten Liebe.

Die Farbe Schwarz gehört zu den sogenannten „unbunten Farben“. Wo kein Licht ist, da herrscht Schwarz. Symbolisch steht die Farbe Schwarz für Tod und Trauer. Dies steht auch in Verbindung mit der Nacht, da in der Mythologie, wenn die Nacht einbricht, die Dunkelheit (sprich der Tod) gegen das Licht (sprich das Leben) gewinnt. Für CÉLINE steht Schwarz wohl für das Ende bzw. den „Tod“ ihrer Beziehung und die damit verbundene Trauer in ihr, die sie in dunklen Nächten wachhält.

Tränen sind salzige Körperflüssigkeit, die bei Säugetieren von den Tränendrüsen produziert wird. Aus emotionalen Gründen zu weinen unterscheidet allerdings den Menschen von anderen Säugetieren. Man kann jedoch nicht zweifelsfrei beantworten, warum der Mensch infolge von Wut, Trauer oder Freude beginnt zu weinen. Viele meinen, die Tränen sollen Hilflosigkeit, Schmerz oder Angst signalisieren und so ein unterstützendes Verhalten bei Mitmenschen auslösen. Andere sind der Meinung, Tränen seien eine Art erlösende Reinigung und der erste Schritt der Schmerzüberwindung.

Kajal ist ein schwarzer Lidstrich, der ober- und vor allem unterhalb der Augen aufgetragen wird, um die Augen größer erscheinen zu lassen oder sie besonders hervorzuheben. Kajal bzw. das Schminken der Augen hat eine lange Tradition und ist in Ländern wie Ägypten oder Indien sogar bis in die Steinzeit zurückzuführen. Heute gehört Kajal zu den gängigen Make-up-Utensilien einer Frau.

CÉLINEs „Tränen aus Kajal“ stehen symbolisch für den Trennungsschmerz, den sie durchlebt. Die Tränen, die mit dem Kajal verschwimmen sind dadurch ebenfalls schwarz wie die Nacht.

“Fühlt sich an wie so ’n scheiß Entzug, ey Und du holst dir den Stoff schon bei ’ner andren”
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CÈLINE verpackt diese Zeilen über ihre Beziehung in eine Metapher zu Drogensucht. Ein Entzug ist der freiwillige oder unfreiwillige Verzicht auf Substanzen, die beim Absetzen zu einem Entzugssyndrom führen.

Ähnlich wie bei einer Suchterkrankung kämpft CÈLINE mit Entzugserscheinungen, nachdem sie sich von ihrer Liebe getrennt hat. Was für Drogensüchtige Schüttelfrost, Krämpfe oder Halluzinationen sind, sind für CÈLINE Trauer, Wut und Sehnsucht.

Während CÈLINE alleine mit ihren Schmerzen ist, ist ihr Ex noch immer/schon wieder „high“ und holt sich die Liebe nun von einer anderen Frau. CÉLINE will endlich wieder frei sein und braucht deshalb so wie Drogensüchtige eine „Entgiftung“, um wieder zu lernen, ohne ihn/Suchtmittel zu leben.