Released on September 6, 2013

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[Songtext zu „Virtuelle Welt“]


[Intro]


[Armin Wolf]

Dass das dauernde Surfen in der virtuellen Welt der Friends und Followers genauso süchtig machen kann wie Rauchen oder Trinken? Und zwar ganz streng im medizinischen Sinne, also krankhaft abhängig, das ist dann vielen doch nicht bekannt


[?]

Wenn du ständig online bist, merkst du gar nicht mehr, wie viel Zeit du dort verbringst


[Alexandra von Mersi]

Über hundert Facebook-Süchtige werden an dieser Klinik in London jährlich behandеlt


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Guck ich zwischendurch, was so los ist und hier zuhause ist еigentlich Facebook dauer-online


[Part 1: Blazin'Daniel]

Lieber nachdenklich sein als überhaupt nicht nachzudenken

Lieber ganz allein als meine Zeit mit euch in Bars verschwenden

Sorry, doch ich wollte nie einer von so Menschen sein

Deshalb war ich nie ein Teil in eurem engsten Kreis

Unsre Welt besteht darin, online dazusein

Ist das echt die neue Welt? Ich seh' hier mehr schwarz als weiß

Ich soll liken, damit so ein Spast mir auf die Pinnwand schreibt

Den ich überhaupt nicht kenn'? Sag, wo liegt der Sinn dabei?

Ich will kein'n „Du bist“-Satz lesen, ich will nicht mit Kindern reden

Ich versuche, meinem Leben einfach einen Sinn zu geben

Facebook – lauter kranke Menschen, die in ihren Zimmern sitzen

Von der Welt entfremdet und sich Herzen auf die Pinnwand kritzeln

Sag mir, wann hat dich das letzte Mal wer angerufen?

Wann stand jemand vor der Tür und wollte dich spontan besuchen?

Heh? Früher war das gang und gäbe

Heut bestimm'n rote Zahl'n bei Facebook unser ganzes Leben


[Hook: Blazin'Daniel]

Facebook, Ist das noch normal für dich?

Du kannst nicht klar denken, weil du nicht merkst, wie verstrahlst du bist

Virtuelle Welt, du bist gefang'n im Cyberspace

Space, ein Ort, an dem's nicht weitergeht

Hilf dir endlich selber und schalt die Geräte aus

Rechner, Apps und Handys sind nicht das, was du zum Leben brauchst

Facebook ist 'ne Illusion, in der wir uns zurückziehen

Doch ich seh' nicht zu wie andre Menschen mit dei'm Glück spiel'n


[Part 2: Blazin'Daniel]

Du bist froh, dass du jetzt Freunde hast, virtuell sind alle da

Du lebst jetzt per Mausklick, die Hand ist meistens kalt und starr

Du gehst kaum noch raus, und wenn, hast du dein Handy mit

Damit, wenn du's bist, es für jeden auch erkenntlich ist

Postest immer mehr und willst Aufmerksamkeit

Und klickt keiner „Gefällt mir“, wirst du traurig und weinst

Klar ist alles freiwillig, doch sobald du einwilligst

Bist du im System und sitzt in 'nem scheiß Käfig

Kinder auf dem Spielplatz, sowas siehst du heute nie

Damals hieß es: Diddl-Blätter tauschen und mit Freunden spiel'n

Ist das noch normal? Habt ihr es schon akzeptiert?

Denkt ihr, ihr könnt eh nichts ändern? Deshalb sagt ihr, lassen wir's?

Menschen sind erkrankt an Medien und modernen Drogen

All das, was wir früher hatten, hat heut seinen Wert verloren

Muss mich damit abfinden und mich der Zeit anpassen

Denn ich weiß, dagegen anzukämpfen wird mich krank machen


[Hook: Blazin'Daniel]

Facebook, Ist das noch normal für dich?

Du kannst nicht klar denken, weil du nicht merkst, wie verstrahlst du bist

Virtuelle Welt, du bist gefang'n om Cyberspace

Space, ein Ort, an dem's nicht weitergeht

Hilf dir endlich selber und schalt die Geräte aus

Rechner, Apps Und Handys sind nicht das, was du zum Leben brauchst

Facebook ist 'ne Illusion, in der wir uns zurückziehen

Doch ich seh' nicht zu, wie andre Menschen mit dei'm Glück spiel'n

[Outro: Armin Wolf & Alexandra von Mersi]

In England ist diese Facebook-Abhängigkeit ganz offiziell als Suchterkrankung anerkannt

Fünf Stunden pro Tag ist für die Psychologen die Grenze. Wer täglich länger in sozialen Netzwerken herumhängt, ist suchtgefährdet. Viele bekommen depressive Verstimmungen, wenn die eigenen Status-Meldungen nicht positiv kommentiert werden. Und wer weniger als zweihundert Freunde vorzuweisen hat, ist unter Jugendlichen sowieso ein Loser