Released on July 10, 2016

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Nicht zu sterben war der Lebenstraum

Also sind wir aus der Heimat abgehauen, doch im Herzen blieb der Zedernbaum

Jahrelanger Albtraum, ich dachte, dass ich nie aufwach'

Bei dir war's ein Spiel-, guck bei mir war es ein Kriegsschauplatz

Gefühlskalt gezwungen, früh reif zu sein

Auch nach der Flucht war es im Asylheim nicht leicht

Unser Hab und Gut abgezockt, lebten in 'nem Rattenloch

Schliefen auf Matratzen, hatten weder Bett noch Lattenrost

Drum macht' ich nächtelang kein Auge zu

Labert mich nicht voll, als hätt' ich mir das selber ausgesucht

Endlich ohne Grenzen, predigten Schablonenmenschen

Scheiß auf diese Fotzen, sie waren nie gepackt von Todesängsten

Und immer mehr formte sich Zorn

Ich brauchte keine Rolle spiel'n, verdammt, ich wurd' in sie gebor'n

Aber scheiß drauf, ich hatte nicht mal einen Cent Support

Hab' mich durchgebissen, alles andre als gesetzkonform

Skrupel vor nix, Jugendgericht

Bewährungshelfer, die dir sagen: „Du bist gefickt!“

Sag, wie kann ein kleiner Junge bei dem Leben noch normal bleiben?

Er hat für mich nix getan, nun kann ich auf den Staat scheißen

Ich helf' mir selbst, wenn mir niemand helfen kann

Meinung'n gehen auseinander, die Familie hält zusamm'n

Und auch wenn ich weiß, dass das nicht jeder versteht

Aus diesem Grund zog mich mein Weg stets ins Bremer Café

Eines Tages lernt' ich JokA kenn', er war schon ein Flowtalent

Alles nur durch ihn, ich bin stolz darauf, ihn Bro zu nenn'

Bis auf Hass und Schmerz hat gar nix existiert

Also habe ich mein Leben auf der Straße reflektiert

Das erste Mal Redestoff gab es dann bei EGJ

Die asozialen Araber sorgten für ein' Medienschock

Damals war mein Rap Gangster, ja, und immer noch

Fick' ich jeden Krüppelrapper, der mir in die Quere kommt

Denn ich war nie ein Rapper und auch nie ein Privatschüler

Ich hing lieber ab mit den Clanbrüdern

Nie war ich ein Staatsdiener, nie war ich ein Arschkriecher

Nie war ich jemand, der groß redet, nein, ich tat's lieber

Tickte Yayo, ich war nie ein Grasdealer

Apropos: für Fotzen gibt es nie wieder Saad-Feature

Willkomm'n in der Vergessenheit

Man spuckt niemals in die Hand, die einem was zu Essen reicht

Viele woll'n jetzt den und den mit dem Baba hören

Doch ich chill' mit Amar, ihr mit Amateuren

Hasta la vista, 3 regelt, wenn es sein muss

Nehmt es bitte wörtlich, wenn ich sag': „Ich wünsch' euch Hals- und Beinbruch!“

Hier zählen weder Namen, noch Nationalität

Hansestadt Bremen - so asozial, wie's geht

Im Orient auf Karawanen oder auch auf Marktbasaren

Meinetwegen auch in der Türkei auf den Strandanlagen

Auf kubanischen Hanfplantagen, Landpassagen

Oder auch bei den Jamaikanern mit den Rastahaaren, ah

Ja, und auch bei den Katalanen

Wissen sie bescheid, Junge, Mikrofon-Scharlatan

Auch in Tokio in irgendeinem Mangaladen

Und selbst im Puff, Nutte, kannste deine Mama fragen

Wer ist Deutschlands Gangstaraps-Eins?

Die Antwort ist glasklar: jeder wird dir Baba sagen

Was für Italienisch? Ich bin Libanese

Ich brauch' kein' Anzug, man erkennt mich ganz gut

Ich brauch' kein weißes Hemd, nur ein' Benz und meine Fans

Ich brauch' kein' Siegelring, guck ma', wie real ich bin

Brauche kein gegeltes Haar, es ist meine Lebensart

Ich brauch' kein Machtgehabe, tut nur das, was ich sage

Küsst meine Hand, das sind mehr als nur Straßensongs

Saad El-Haddad, Junge, check mal, der Pate kommt