Released on April 29, 2016

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[Verse 1]

Schau’ ich in den Spiegel (schau’ ich in den Spiegel), seh’ ich einen fremden Mann

Spür’ keine Liebe (spür’ keine Liebe), solange ich denken kann

Lauf’ ohne Freunde (lauf’ ohne Freunde), trau’ keiner Seele (trau’ keiner Seele)

Schlaf’ ohne Träume (schlaf’ ohne Träume), Trauer ohne Tränen

Trag’ den kugelsicheren Bart, verstecke so mein Gesicht

Zieh’ den Hoodie über den Kopf, hoff’, die Jungs erkennen mich nicht

Ich leb’ als Geist im Körper eines toten Kerls, schreib’ die Wörter in ein rotes Meer

Doch treib’ nie fort, denn das Floß ist schwer - und so sink’ ich, so ertrink’ ich

Denn als ich begann, war Musik meine einzige Chance aus diese Verderben

In einer Gegend, wo Jungen Verbrechen begehen, nur um Männer zu werden

In einer Gegend, wo Berge aus Schulden bestehen - es gibt nichts zu erben

Die Sehnsucht nach Gott ist so groß, denn man hat hier mehr Angst vor dem Leben als davor, zu sterben

Musik war wie ein Ventil, aber auf den zweiten Blick

Wurde das Seil, das mich aus dem Dreck ziehen sollte, zu meinem Strick

Bricht dein Genick, alles, woran du geglaubt hast, zerfällt

Bis du erkennst: alles, was wirklich wertvoll ist, kann man nicht kaufen mit all ihrem Geld


[Hook]

Guck, ich hab’ lang genug gelitten, lang genug versucht

Dass die anderen mich lieben, doch mir scheint, ich bin zu verflucht

Jede Hand, die ich hinaufzog, zog mich jedes Mal tief

In den Abgrund, so bleib’ ich lieber ganz allein im Exil

Im Exil! Im Exil!

Fernab von jedem, der mich sieht

Ganz allein im Exil! Im Exil!

Nur ich allein mit meiner Musik

Eh, im Exil!


[Verse 2]

Die Sonne sieht mich nicht bei Tag, der Mond sieht mich nicht bei Nacht

Der Zorn machte mich nicht stark, die Liebe machte mich nicht schwach

Habe alles nur noch verschlimmert jedes Mal, wenn ich dachte, dass ich’s richtig mach’

Aber kam immer wieder nur noch stärker zurück, wenn sie dachten, dass ich’s nicht schaff’

Machte Probleme der anderen zu meinen eigenen für meine Brüder

Beschmutzte mein’ sauberen Namen mit ewigem Dreck dieser unreinen Lügner

Keine Seife der Welt macht mein schlechtes Gewissen so rein wie es früher war

Bis ich nicht eigenhändig ihre Angst und ihr Blut an mein’ Fäusten gespürt hab’

Herz aus Stein, um mich rum ist alles gläsern

Viele sind lang schon tot, aber sterben erst Jahre später

Ihr Leben ist ’ne Bitch, die dich während ihrer Periode fickt, aber sagt, sie ist Jungfrau

Und hast du einmal nicht deine Deckung vorm Gesicht, kann es sein, dass ’ne Priese dich umhaut

Musik war wie ein Ventil, fern vom Schein und dem Klunker

Diese Welt macht Angst je mehr ich von ihr seh’, darum schreib’ ich allein in mei’m Bunker

Blute die Wörter heraus, die Tropfen, sie fallen hinunter

Für den, der es schreibt, sind es Wunden, für den, der es hört, sind es Wunder


[Hook]

Guck, ich hab’ lang genug gelitten, lang genug versucht

Dass die anderen mich lieben, doch mir scheint, ich bin zu verflucht

Jede Hand, die ich hinaufzog, zog mich jedes Mal tief

In den Abgrund, so bleib’ ich lieber ganz allein im Exil

Im Exil! Im Exil!

Fernab von jedem, der mich sieht

Ganz allein im Exil! Im Exil!

Nur ich allein mit meiner Musik

Eh, im Exil!