Released on January 30, 2015

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[Verse 1]

Abgedunkelte Fenster, Vitamin D-Mangel

Sie sagen ich sei frei, wieso fühl ich mich gefangen

In einer Welt voller tödlicher Gefahr’n

Ist es wahr, oder nur ein selbstzerstörerischer Wahn

Ich hab Angst vor da draußen, will nichts anfassen außer

Mit dem Ärmel vom Pullover, weil da Krankheiten lauern

Fühl den Angstschweiß andauernd an den Handflächen kleben

Alles ansteckend eben, deshalb Angst um mein Leben

Ich hab Angst vor den Menschen, der Kontakt fällt mir schwer

Und statt mich zu öffnen merk ich wie ich abweisend werd’

Sie denken ich wär arrogant und dass ich abgehoben wär

Fuck dabei hab ich nur Angst, dass ich abgestoßen werd’

Ich hab Angst vor den Blicken, jeder sticht in mich hinein

Und ich such ständig das Gefühl endlich in Sicherheit zu sein

Schliess die Tür hinter mir ab, fuck warum fühl’ ich mich so schlapp

Sie kommt minütlich wie im Takt, die Angst die mich in Schüben packt

Fuck ich hab all die Lügen satt, mit den’ ich mir die Ängste ausrede

Jeden Tag ein Schritt, ein Schnitt davor, dass ich es aufgebe

Draufgehe, doch selbst dafür bin ich viel zu ängstlich

Deshalb leb’ ich weiter regungslos in meim’ Gefängnis


[Hook]

Ich hab Angst, will Distanz und verschanz mich fast ganz

Denn die Angst macht mich krank, hab selbst Angst vor der Angst

Resonanz greift mich an, sie verkrampft mein’ Verstand

Keine Arroganz, Angst! Diese Angst frisst mich ganz


[Verse 2]

Ich hab Angst zu versagen, deshalb schieb’ ich’s vor mir her

Lieber nix machen als Fehler, die zu korrigier’n is schwer

Deshalb bleib ich lieber steh’n, statt die Kontrolle zu verlier’n

Ich weiss man sieht mir nix an, doch die Ängste kollidier’n in mir

Ich hab Angst vor dem Sterben, jeder Kampf ist gefährlich

Und ich kämpf’ um morgens aufzustehn, die Angst macht mich fertig

Und ich wehr mich ehrlich, doch ich werd’ nich ankomm’ dagegen

Kann auf Fragen “seit wann” und “warum” nie Antworten geben

Ich bin manisch panisch und ich habe Angst zu entscheiden

Einen Weg zu wählen geht einfach nicht, dann nehm’ ich kein’

Und ich hab Angst vor dem Risiko, riesengroß, wie dem Tod

Deshalb vermeide ich es rigoros

Ich hab Angst vor Veränderung, ich kann mich nicht trau’n

Versuch die Seele zu beschützen, doch die Angst frisst sie auf

Fuck selbst im Schlaf hab ich die Angst, dass ich nicht aufwachen kann

Und was früher schüchtern war ist jetzt ausgewachsne Angst

Ich hab Angst vorm Alleinsein, doch ich kann die Angst nicht teil’n

Also nie einlassen, gleich cutten, besser ich bleib allein

Dann hör nur ich mein Herz rasen und es rennt und rennt und rennt

Getrieben von der Angst, dass ich mich selbst in mir erkenn’


[Hook]